Wie produktiv, effizient, fokussiert und konzentriert du während des Tages bist, hängt im großen Maße davon ab, wie du deinen Morgen verbringst. Daher möchte ich dir zeigen wie mein Guten-Morgen-Ritual aussieht und dir erklären, wie du dein eigenes erschaffst.


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So sieht mein produktiver Morgen aus

In diesem Artikel möchte ich zunächst einmal mit dem praktischen Teil beginnen und dir zeigen wie mein Guten-Morgen-Ritual im Detail aussieht. Im Anschluss daran kümmern wir uns dann um dein Guten-Morgen-Ritual und um die Theorie dahinter.

Mein Morgen beginnt schon am Vorabend

Die letzte Handlung meines Arbeitstages ist es meist, dass ich die Aufgaben und Termine für morgen noch einmal durchgehe und kontrolliere. Außerdem lege ich die „Eat the frog“ – Aufgabe fest. Das ist jene Aufgabe, die mir am unangenehmsten ist und die ich am liebsten immer wieder verschieben würde. Warum ich ausgerechnet mit dieser Aufgabe starte, verrate ich dir im Artikel „der frühe Vogel fängt mit dem hässlichsten Wurm an“.

Wann stehe ich auf?

In der Regel ist das zwischen 5:00 Uhr und 5:30 Uhr der Fall. Ich lasse mich von der App „Sleep as Andoird“ wecken. So werde ich zum idealen Zeitpunkt geweckt!

Da ich so früh aufstehe, gehe ich meist auch spätestens um 22:00 Uhr schlafen. Ich liebe es einfach, in der Früh schon zu arbeiten, während die ganze Stadt noch schläft. Da habe ich nicht nur die nötige Ruhe, sondern es ist auch ein absolut geniales Gefühl schon extrem viel erledigt zu haben, während andere erst aufstehen.

Natürlich wird es auch bei mir mal später. Wenn ich auf Partys bin, oder mal ausgehe, oder mit meinem besten Freund Champions League schaue, dann kann es schon mal vorkommen dass es länger wird.

In diesem Fall achte ich darauf, dass ich trotzdem auf mindestens 7 und maximal 8 Stunden Schlaf komme. Das bedeutet, dass sich zwischen 7:00 und 8:00 Uhr aufstehen, wenn ich erst um Mitternacht ins Bett gekommen bin.

Ich achte aber darauf, dass solche Ausrutscher maximal einmal wöchentlich vorkommen, denn der Körper tut sich natürlich leichter, wenn der einen gewissen Rhythmus hat.

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Mein Guten Morgenritual

  1. Nach dem aufwachen strecke ich mich mal ein wenig im Bett um dann zum Fenster zu gehen und ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen. Im Anschluss daran suche ich die Toilette auf. Zeitdauer: 5 Minuten!
  2. Dann geht es zurück ins Bett, um meinen Projekt „Schneller lesen“ fortführen zu können. Zeitdauer: 15 Minuten!
  3. Im Anschluss an dieses Kopf-Training, erfolgt die körperliche Ertüchtigung. Ich wähle am Beginn jedes Monats drei Übungen aus, die ich dann jeden Morgen ausführe. Im Moment sind das: Pull-Ups mit der Klimmzugstange, Slamander (einer erschwerte Form von Liegestütz) und Knieheben an der Klimmzustange.
  4. Nachdem ich beim morgendlichen Training ein paar Kalorien verbrannt habe, geht es jetzt ab zum Frühstück. Mein Power-Frühstück sieht folgendermaßen aus: Ich mische einen Apfel, eine Banane, Goji-Beeren, Nüsse, Kürbiskerne, Chia-Samen und Joghurt miteinander ab. Ein herrliches Frühstück das viel Energie gibt. Im Sommer verwende ich auch oft gefrorene Beeren und werfe alles in einen Mixer. So kommt eine Art Eis heraus die ebenfalls hervorragend schmeckt und auch herrlich kühlt. Zeitdauer: 20 Minuten!
  5. Dann geht es ab ins Bad (Zähneputzen, frisch machen, eventuell duschen). Zeitdauer: 5 Minuten!

Gleich im Anschluss daran, starte ich mit der „Eat the frog“-Aufgabe in einen produktiven Tag. Die Gesamtdauer meines Guten-Morgen-Rituals beträgt also ca. 50 Minuten.

Etwas Theorie

Das Guten-Morgen-Ritual sollte nicht nur dabei helfen produktiv und effizient in den Tag zu starten, sondern es soll auch dazu beitragen und den ganzen Tag über fokussiert und konzentriert arbeiten zu können. Daher kann ein Guten-Morgen-Ritual unter anderem folgende Inhalte haben:

  • gemütliches erwachen (vielleicht brauchst du ja ein wenig länger als ich)
  • Meditation
  • Selbsthypnose
  • Sport
  • den Tagesablauf planen
  • Tagebuch schreiben
  • den gestrigen Tag reflektieren
  • Podcasts hören
  • Körperhygiene
  • Nahrungsaufnahme
  • Konzentrationsübungen
  • und vieles mehr!

Wie du dein Ritual planst!

Bevor du beginnst dein eigenes Ritual zu planen, rate ich dir einmal dein bisheriges zu analysieren. Ja genau, vermutlich hattest du auch bisher schon ein Ritual, warst dir dessen nur noch nicht bewusst. Gerade am Morgen handeln wir Menschen meist sehr automatisiert. Gehe also jetzt gedanklich deinen Morgen noch einmal durch und überlege dir was du in welcher Reihenfolge erledigst. Was machst du vom aufstehen bis zu dem Zeitpunkt an dem du mit deiner Arbeit beginnst?

Nachdem du diese Liste erstellt hast, versuche jede einzelne Handlung darauf zu analysieren. Hilft sie dir im Tagesverlauf? Hindert sie dich daran produktiv zu sein? Oder, hat sie keinerlei Auswirkungen?

Eine Handlung die ich schon vor langer Zeit aus meinem Guten-Morgen-Ritual verbannt habe, ist das Lesen von Zeitungen oder Nachrichten. Kriege, Mord, Totschlag, unfähige Politiker und andere negative Nachrichten haben sich nicht unbedingt positiv auf meine Produktivität ausgewirkt.

Also analysiere auch du, was dir gut tut und was dir nicht gut tut.

Nachdem du diesen Schritt erledigt hast, kannst du beginnen experimentell Dinge hinzuzufügen. Was willst du testen? Was willst du deinem Guten-Morgen-Ritual hinzufügen?

Entscheide dich jedoch nur für ein einziges Ding und finde für dieses Ding den geeigneten Platz innerhalb des Rituales. Dann testest du das alles 30 Tage lang und versuchst zu beurteilen, ob es deine Produktivität geholfen hat (dann behalte es bei), oder ob es dir nichts gebracht hat (dann verwirft es wieder).

Wichtig ist allerdings: Immer nur ein einziges neues Ding hinzunehmen und dieses zumindest 30 Tage lang testen!

Natürlich kannst du auch unterschiedliche Guten-Morgen-Rituale besitzen. Zum Beispiel eines für Arbeitstage und ein weiteres für freie Tage. Diese können natürlich auch unterschiedlich lang sein. So kann dein Guten-Morgen-Ritual an einem Arbeitstag vielleicht 1 Stunde dauern und am Wochenende 3 Stunden. Diese Entscheidung bleibt ganz dir überlassen!

Guten Morgen Ritual

Fazit für dein Selbstmanagement

Das Guten-Morgen-Ritual ist mit Sicherheit nicht der einzige Faktor, der darüber entscheidet ob du einen produktiven und effizienten Tag hast, oder nicht. Aber es ist ein wichtiger Faktor und du wirst sehr schnell merken, dass ein gutes Ritual deine Produktivität sehr steigern wird.

Weiters hat das Guten-Morgen-Ritual nicht nur Auswirkungen auf deinen Start in den Tag, sondern ist auch ein entscheidender Faktor dafür, dass du den ganzen Tag über fokussiert und konzentriert arbeiten kannst. Ich lade dich also recht herzlich dazu ein, ein wenig mit deinem Guten-Morgen-Ritual zu experimentieren.

Deine Meinung ist gefragt

Was macht dicht produktiver? Was hilft dir? Was hast du in deinem Guten-Morgen-Ritual integriert? Teile doch dein Guten-Morgen-Ritual mit meinen Lesern und Leserinnen und auch mir mit.

So können wir voneinander lernen und bekommen Ideen für Dinge die wir in unserer Guten-Morgen-Ritual integrieren können. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße,

Thomas

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.