Markus ist der absolute Experte, wenn es darum geht das Hamsterrad zu verlassen und sein eigenes Business aufzubauen. Ich muss es wissen, denn ohne seinen Blog, seinen Podcast und ihn selbst (mittlerweile sind wir enge Freunde) wäre ich nicht da wo ich jetzt bin! Insofern nutze ich die Gelegenheit um Danke zu sagen. Danke lieber Markus, für deine Inputs, unseren Austausch, deine grandiosen Tipps und für unsere Freundschaft.

Aber jetzt zurück zum Thema. Markus plaudert darüber wie auch du es schaffst deine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Außerdem plaudern wir, wie könnte es anders sein, auch über einige Selbstmanagement-Tipps die du brauchst, wenn du dein Hamsterrad verlassen willst.


 Der Podcast zum Artikel:

Hier findest du alle weiteren Infos zum Podcast sowie eine Übersicht aller Folgen!


Die Links dieser Podcastfolge:

Das Transkript des Interviews mit Markus Cerenak

Intro: Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast.  #[00:00:17]-7#

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Thomas Mangold, ich freue mich, dass du wieder dabei bist bei der 198. Folge dieses Podcasts. Heute freue ich mich ganz besonders, denn ich habe einen sehr, sehr lieben Freund zu Gast: Markus Cerenak. Wir arbeiten sehr viel zusammen hier in Wien und tüfteln gemeinsam an den einen oder anderen Dingen. Aber am besten stellst du dich bitte mal selbst vor, wer du so bist, was du so tust und so weiter halt. #[00:00:46]-4#

Markus: Und so weiter halt! Zuerst mal der Disclaimer, es sprechen in diesem Podcast zwei Wiener miteinander, was dazu führen kann, dass es irgendwann einmal so abrutscht, dass kein Mensch uns mehr versteht. Wir entschuldigen uns im Vorfeld, und dazu muss man sagen, wir sind auch noch sehr nahe, örtlich, voneinander aufgewachsen. Das heißt, wir verstehen uns und vermutlich sonst kein anderer. Das als Disclaimer im Vorfeld. Falls es irgendwie mit uns wienerisch durchgeht, entschuldigen wir uns gleich.  #[00:01:16]-9#

Thomas hat es schon gesagt, mein Name ist Markus Cerenak. Ich habe seit 2013 ein Webseiten-Projekt oder mittlerweile mehrere davon. Bei mir geht es darum, das berufliche Hamsterrad zu erkennen und dann in weiterer Folge zu verlassen, um das zu finden, was du gerne tust, man nennt es üblicherweise Berufung, Aufgabe, Leidenschaft finden und Co. und daraus dann ein eigenes Business machen. Ich habe, wie gesagt, im Jahr 2013 die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad gestartet, wo es eben darum geht, Arbeit nicht mehr als Arbeit zu empfinden und mit dem, was du gerne tust, erfolgreich zu werden. Und das tue ich jetzt. Eine meiner wichtigsten Aufgaben beziehungsweise obersten Prioritäten ist, den Menschen aus dem Hamsterrad herauszuhelfen, und zwar auf eine effiziente Art und Weise. Mein Wahlspruch ist, „immer ein bisschen entspannt erfolgreich“. Erfolgreich zu sein heißt also nicht automatisch, hart arbeiten zu müssen, denn das kann man auch auf effiziente und effektive Art und Weise tun. Und darüber möchten wir heute ein bisschen plaudern. #[00:02:23]-4#

Thomas: Ja, genau, du hast das Stichwort schon gegeben: Hamsterrad verlassen. Ich weiß, dass unter meinen Hörerinnen und Hörern viele sind, die im Job nicht unbedingt glücklich sind, weil deren Job nicht ihr Traumjob ist. Erzähl mal, was sind die wichtigsten Schritte, wenn man das Hamsterrad verlassen und sein eigenes Business aufbauen will? #[00:02:41]-3#

Markus: Das Wichtigste ist die Erkenntnis, dass es eine Alternative gibt. Und zwar ist es ganz wichtig, die Alternative zu sehen zum „normalen“, unter Anführungszeichen, Angestelltenjob und zur normalen Selbständigkeit. Heutzutage ist es nach wie vor noch so, dass ein großer Mythos das Wort „Selbständigkeit“ umringt. Und sehr viele Menschen verbinden mit der Selbständigkeit noch immer sehr, sehr viele Dinge, die heutzutage einfach nicht mehr notwendig sind. Selbständig zu sein muss heutzutage nicht bedeuten, ein finanzielles Risiko auf sich zu nehmen, Infrastruktur, Angestellte, Büro und all diese Dinge, das braucht es heutzutage nicht mehr. Das heißt, wichtig ist mal im ersten Schritt zu verstehen, es gibt eine Alternative zum Angestelltensein, und es gibt auch eine Alternative zur normalen Selbständigkeit. Das wäre mal der erste Schritt, dort die Basis zu legen und zu verstehen, dass es etwas dazwischen gibt, und das kann jeder Schritt für Schritt erlernen. Es ist keine Raketenwissenschaft. Wenn der Mangold und ich das hinkriegen, dann gibt es noch mehr Menschen, die das können! Das ist mal das Erste. #[00:03:51]-0#

Und dann geht es darum, sich zu überlegen, warum will ich überhaupt aus meinem Hamsterrad-Job raus? Das ist eine ganz, ganz wichtige Frage. Nicht gleich anfangen mit, „was will ich stattdessen tun?“, sondern sich die Frage stellen, was ist die Motivation, was ist der Leidensdruck, den ich Tag für Tag empfinde, wenn ich ins Büro hample? Warum will ich raus? Was will ich stattdessen, und was ist quasi meine „weg-von-Motivation“, was ist mein Antrieb? Und da sage ich ganz offen, Geld darf nicht der Antrieb sein. Es gibt sehr, sehr viele Menschen, die sagen, sie wollen sich selbständig machen, weil sie dann endlich 10.000,- Euro im Monat verdienen. Unter uns: Das ist nicht der richtige Antrieb, das ist nicht die Motivation. Thomas wird das bestätigen, ein Business wie das unsere aufzubauen, das macht zwar unglaublich viel Spaß, es heißt aber nicht, dass es wenig Arbeit ist. Da nickt er! #[00:04:43]-8#

Thomas: Das ist richtig. #[00:04:45]-8#

Markus: Da nickt er, der Herr Mangold! #[00:04:47]-0#

Thomas: Es ist extrem viel Arbeit, aber es ist Arbeit, die Spaß macht. #[00:04:50]-0#

Markus: Es ist eine Arbeit, die Spaß macht und die du nicht als Arbeit empfindest, weil du eben das tust, was du gerne tust, und weil du an etwas arbeitest, was sowohl für dich als auch für andere Menschen eine Bedeutung hat. Das heißt, wenn dir klar ist, warum du eigentlich raus willst, dann geht es im nächsten Schritt um dieses große Thema, das leider auch immer auf einen Thron gestellt wird, nämlich seine Berufung zu finden. Es geht um nichts anderes als draufzukommen, was du gerne machst. Was würdest du den ganzen Tag tun, auch wenn du keine Kohle dafür bekommen würdest? Bei was fragen dich andere Menschen um Rat? Eine ganz wichtige Sache! Oder du schaust schlicht und ergreifend in dein Bücherregal, was sind die Themen, mit denen du dich bereits jahrelang beschäftigst? Ich glaube, dass der Herr Mangold genau so zu seinem Thema „Selbstmanagement“ gefunden hat. Für mein Bloggen-Buch hat er mir ein Interview gegeben, und da hat er mir erzählt, korrigiere mich, wenn ich Schwachsinn spreche, dass er einfach einen Blick in sein Bücherregal geworfen hat. #[00:05:52]-6#

Thomas: Vollkommen richtig, so ist es. Ich habe damals zwar schon einen Fußballtrainer-Blog gehabt, der hat mich aber nicht mehr besonders inspiriert. Und dann war ich auf der Suche nach etwas Neuem. Ich habe mich umgedreht, denn damals war das Bücherregal noch hinter mir, und habe mal dort hineingeschaut. Und da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, dass dieses Thema extrem spannend ist und auch eines, mit dem ich mich zuvor bereits jahrelang beschäftigt hatte. Und das ist natürlich sehr, sehr spannend, du hast vollkommen Recht. Mal ins Bücherregal zu blicken, das ist sicher der optimale Tipp. #[00:06:19]-2#

Markus: Ich sage jetzt unter uns, wir sind ja hier in kleiner Runde, die zwei, drei Menschen, die diesen Podcast hören! #[00:06:25]-7#

Thomas: Hallo! #[00:06:25]-3#

Markus: (Lacht) Es gibt etwas, was du gut kannst. Es gibt etwas, dass so etwas wie deine Berufung ist. Und ich erlebe es Tag für Tag, wenn ich mit anderen darüber spreche, sie scheitern nicht daran, dass sie den Schritt nicht wagen, aus dem Hamsterrad auszubrechen, sondern sie scheitern schon daran, dass sie für sich selbst nicht verinnerlicht haben, dass es etwas gibt, was meine Berufung, meine Leidenschaft, mein Ding ist. Es gibt mehrere Wege, das zu finden, und die sind meist naheliegender und leichter, als du denkst. Wie gesagt, wir haben gerade eines der Beispiele besprochen: Einfach mal einen Blick ins Bücherregal werfen. Oder wie gesagt, dir zu vergegenwärtigen, worum dich andere Menschen um Rat fragen. Da wird dann sehr schnell klar, was dein Ding ist. #[00:07:16]-1#

Das sagt sich jetzt so lapidar, denn das ist dann nämlich die umfangreiche Arbeit, die aber unglaublich viel Spaß macht: Sobald dir klar ist, worum es geht und was du machen möchtest, baust du Schritt für Schritt – ich mag das Wort mittlerweile gar nicht mehr, weil es so unglaublich oft benutzt wird – deinen Expertenstatus auf. Sagen wir mal, du benutzt einen Blog oder einen Podcast, so wie der Thomas und ich das machen, um den Leuten da draußen zu zeigen oder – ganz wichtig – zu beweisen, dass du auf einem bestimmten Thema einiges kannst, du hast etwas zu sagen, du kennst dich aus, du hast eine Kompetenz, du bist ein „Experte“, und das kommuniziert man mal in Form von Blogartikeln, in Form von Podcasts, in Form von Videos. Da gibt es mittlerweile mannigfaltige Möglichkeiten. Und Schritt für Schritt kriegen die Leute mit, abhängig von dem Thema, in dem du dich befindest, aha, der Mensch kennt sich in diesem Bereich aus. Das kann sowohl eine große Menge an Menschen sein als auch eine kleine Zielgruppe. #[00:08:32]-2#

Und dann geht es los. Thomas hat einen Selbstmanagement-Blog gestartet, hat über Evernote ein bisschen geschrieben und war ruckzuck ein Evernote-Experte im deutschsprachigen Bereich. Er wurde vom Evernote-CEO hofiert und was der Geier noch alles! Kindle-Bücher von ihm über Evernote und alles Mögliche, da war schnell ein Evernote- und in weiterer Folge dann ein Selbstmanagement-Expertenstatus da. Bei mir war es ähnlich, ich habe einen Blog gestartet zum Thema „Hamsterrad verlassen, eigenes Business mit der Leidenschaft aufbauen“. Und das Thema „Bloggen“ war bei mir von Anfang ein großes Thema, und mittlerweile habe ich auch ein Buch zu diesem Thema geschrieben, das heißt „Erfolgsfaktor Bloggen“. In diesem Buch gibt es auch weitere Beispiele von anderen Kollegen, die einen ähnlichen Weg gegangen sind. Die darauf gekommen sind, „ich kann etwas gut, ich schreibe einen Blog, ich mache einen Podcast“ und die sich, der eine oder andere sogar über Nacht, in ihrem Bereich einen sehr, sehr umfangreichen Expertenstatus und Bekanntheitsgrad aufgebaut haben. #[00:09:33]-9#

Ich möchte eines nochmal sagen, bevor wir zur nächsten Frage oder zum nächsten Schritt kommen: Leicht ist das nicht! Heutzutage wird ja sehr, sehr oft auf Facebook und Co. darüber gesprochen, dass man sich über Nacht ein Online-Business aufbaut, einmal mit den Fingern schnippen, und alles ist super. Diese Meinung vertreten wir nicht. Wir tendieren dazu, ein bisschen ehrlicher zu sein und zu sagen, ja, es ist eine Menge Arbeit, jetzt hätte ich fast „ein Arsch voll Arbeit“ gesagt, aber da muss man den „Pieps“ bei iTunes dann wieder reintun. Es ist viel Arbeit, es macht unglaublich viel Spaß, und es ist sehr, sehr befriedigend. Es ist nicht, wie der Wiener sagen würde, „a gmade Wiesn“.  #[00:10:13]-4#

Thomas: Genau, so schaut’s aus, das ist vollkommen richtig. Es gibt ein schönes Zitat, das heißt, „die meisten Über-Nacht-Erfolge haben Jahre an Vorbereitungszeit gebraucht“ oder so irgendwie. Ähnlich kann man das hier auch sehen, dieselbe Erfahrung habe ich natürlich selbst gemacht. Und hier ein zweites Vorurteil, das immer wieder geschürt wird, auch von diversen Internet-Marketern: Man tippt in der Früh zwei-, dreimal etwas in den Computer, und danach liegt man in der Hängematte. Auch das können wir nicht so ganz bestätigen.  #[00:10:45]-5#

Markus: Nicht ganz! #[00:10:45]-3#

Thomas: Man kann sich natürlich sein Timeout nehmen, aber man kann nicht tagelang in der Hängematte liegen, außer, man hat den Computer dabei. Aber erzähl mal, wie schaut ein Tagesablauf bei dir aus? Damit die Leute ein bisschen Hintergrundwissen bekommen. #[00:10:55]-8#

Markus: Wenn du schon ein Zitat diesbezüglich gebracht hast, dann möchte ich noch eines nennen, und zwar zum Thema „Entrepreneurship“ und zum Thema „Mythos passives Einkommen, Hängematte und Co.“ Bis zu einem gewissen Grad stimmt das mit der Hängematte schon, wenn ein System erst einmal steht, und zwar gibt es dieses wunderschöne Zitat, „ein erfolgreicher Entrepreneur ist bereit, eine Zeit seines Lebens so zu arbeiten wie niemand anderer es will, auf dass er irgendwann einmal so leben kann, wie niemand anderer es kann“. Das heißt, der Grundaufwand, bis die Maschine ins Laufen kommt, ist ein gehöriger Aufwand. Aber du musst dir das ähnlich wie bei Dominosteinen vorstellen. Erst baust du alle Steine auf, dann wirfst du einen um und kannst zusehen, wie alle anderen auch umfallen. Nur, und dieses Gleichnis zeigt es schon, wenn alle umgefallen sind, dann muss sie irgendwer auch wieder aufstellen und von vorne anfangen. Ganz ohne Arbeit geht es also nicht. #[00:11:56]-4#

Wie sieht mein Tagesablauf aus? Mittlerweile ist es so, dass ich sehr, sehr stringent und gebulkt arbeite. Ich habe damit angefangen, Blogartikel zu schreiben, einen Podcast aufzunehmen, „oh, und ein digitales Produkt sollte ich auch noch entwickeln, und einen Newsletter, um Gottes Willen, den muss ich auch noch machen“. Mittlerweile gibt es einen sehr stringenten Stunden-, Wochen- und Tagesplan. Und ich schiebe die To-do’s wie etwa Blogartikel entwickeln, Podcasts aufnehmen, Produkte launchen, Newsletter schreiben, Promotion Aktionen zusammen und versuche, alles in einem Aufwasch zu klären. Ganz, ganz wichtig ist auch die Trennung. Die ist für mich persönlich sehr wichtig, und ich glaube, dass es vielen Menschen so geht. Es geht um die Trennung in so genannte „Häuptling- und Indianeraufgaben“. Häuptling und Indianer bedeutet, in einem eigenen Business bist du ja gleichzeitig Häuptling und Indianer, das heißt, du bist der, der anschafft, plant und die Richtung vorgibt, aber gleichzeitig auch derjenige, der es umsetzen muss. Das heißt, ich trenne meine Tage, manchmal sogar meine Wochen sehr, sehr gerne in diese zwei Modi auf, nämlich „Häuptling“ heißt für mich, zu planen, Strategien zu entwickeln, all diese Dinge, bei denen die andere Gehirnhälfte aktiv wird, ich habe keine Ahnung, welche der beiden, Thomas schüttelt auch den Kopf, er hat auch keine Ahnung! (Lacht) Auf jeden Fall wird dabei eine Gehirnhälfte benutzt. Und dann gibt es die Indianerzeit, die Indianerarbeitszeit, wo es darum geht, das Ganze dann auch tatsächlich auf die Straße zu bringen und Schritt für Schritt abzuarbeiten. Mir ist ganz wichtig zu wissen, ob ich im Indianer- oder im Häuptlingmodus bin, das Herumswitchen zwischen diesen beiden Aufgabengebieten hat sich als nicht sehr sinnvoll erwiesen. #[00:13:57]-4#

Wie gesagt, mein Tagesablauf beziehungsweise mein Wochen- und Monatsplan besteht aus dem großen Block „Inhalte produzieren“, wobei ich mittlerweile nicht mehr unterscheide, ob es gratis oder bezahlt ist. Ich produziere einfach Inhalte, bei denen ich davon ausgehe, dass meine Leserinnen, Leser, Hörerinnen und Hörer sie interessant finden. Ob das dann ein Podcast wird, ein Blogartikel, ein Facebook Live-Video, ein YouTube-Video, ein Kurs, ein E-Book, ein Freebie, was auch immer, das ist dann der Schritt, der erst danach kommt. Und, ganz wichtig, ich blocke mittlerweile sehr viel Zeit für das Marketing. Das ist ein Fehler, den jeder, der mit Selbständigkeit beginnt, am Anfang macht. Man arbeitet unglaublich viel, in welche Richtung auch immer, aber man beginnt nicht einmal ansatzweise damit, sein Produkt ordnungsgemäß zu bewerben beziehungsweise zu promoten. #[00:15:04]-5#

Und das Geheimnis ist einfach, zu bulken, dir darüber klarzuwerden, was die Dinge sind, die thematisch zusammenpassen, um sie dann in einem Aufwasch zu machen. Das ist kurz umrissen eine Strategie. Da jetzt viele Hörerinnen und Hörer dabei sind, die noch nicht im Business sind, möchte ich an der Stelle auch nicht zu weit in die Tiefe gehen, weil es eher darum geht, ein bisschen zu inspirieren und uns anzuschauen, was in diesem Bereich alles möglich ist, wenn es um das Thema „Hamsterrad verlassen und eigenes Business aufbauen“ geht.  #[00:15:41]-1#

Thomas: Genau, bulken, das ist ganz wichtig. Auf einen zweiten großen Fehler, den viele machen, können wir auch noch ganz gut eingehen. Wenn ich weiß, was ich machen will, ich habe mein Thema, ich habe mein Online-Business, zumindest die Idee dahinter, wie fange ich dann an? Was sind die ersten logischen Schritte? Du hast schon ein paar Sachen genannt, Content Produktion und Marketing und, und, und. Dann kommen gleich ganz viele Punkte auf die Liste. Wo sollte man die Priorität hinsetzen? #[00:16:07]-9#

Markus: Ich weiß ganz genau, dass das furchtbar „overwhelming“ ist, was man da alles tun könnte. Wichtig wäre mal, sich auf einen Kommunikationskanal zu fokussieren. Wir haben das ein bisschen breiter gemacht, aber wenn ich nochmal anfangen würde, dann würde ich mich entscheiden, konzentriere ich mich auf das Bloggen, also schreibe ich? Konzentriere ich mich auf Podcasts, also spreche ich in ein Mikro hinein oder konzentriere ich mich auf YouTube und produziere Videos? Das heißt, das ist eine Frage, die du dir selbst stellen solltest. Es gibt Menschen, denen liegt die Schreiberei nicht. Denen zu sagen, sie sollen einen Blog machen und drei Artikel pro Woche schreiben, ist ein netter, gut gemeinter Ratschlag, aber wir wissen beide, was das Gegenteil von „gut“ ist, nämlich „gut gemeint“. Wenn du kein Schreiber bist, dann bringt die Nachricht nichts, dass ein Blog etwas Erfolgreiches für dich ist. Es gibt Menschen wie mich, die teilweise sehr lange brauchen, zum Beispiel war eine Angst von mir, vor Menschen zu sprechen oder in ein Mikrofon zu sprechen. Es hat lange gedauert, mir klarzuwerden, dass Podcasts eigentlich eine gute Sache sind. Und sie liegen mir auch. Wir haben auch lange gebraucht, bis wir uns dem Thema „Video“ zugewandt haben. Das heißt, kläre für dich, welcher Typ du bist. Magst du es, in ein Mikro zu reden? Kannst du dich gut vor einer Kamera bewegen? Bist du eher der Schreiber? Oder was auch immer. Und dann bleib bei dieser Sache! Das ist überhaupt, wenn es darum geht, ein Online-Business aufzubauen, meiner Meinung nach der einzig wirkliche Ratschlag, der für alle Nischen, für alle Themen, für alle Formen von Online-Business und sogar für alle Formen der Selbständigkeit gilt. Wenn du dich für einen Weg, für eine Richtung entschieden hast, dann bleib dabei. Wenn du sagst, „ich möchte einen Blog aufbauen“, dann blogge nicht für zwei oder drei Monate und sage dann, „oh, das funktioniert nicht, ich mache etwas anderes“. Und dann machst du zwei Monate lange einen Podcast und sagst, „ach, das funktioniert auch nicht, ich mache wieder etwas anderes“.  #[00:18:23]-5#

Ich spreche jetzt gegen mein Business, denn ich verdiene mein Geld damit, Menschen zu erklären, wie diese Online-Business-Kiste funktioniert, aber jede Strategie, ein Online-Business aufzubauen, funktioniert. Jede! Ob du dich auf Facebook konzentrierst, auf Podcasts, auf Blogs, auf YouTube, auf Content-Marketing, auf Google Ads, auf weiß der Geier was, Pinterest und was es da noch so alles gibt, Facebook Live-Streamings, es ist völlig wurscht, worauf du dich konzentrierst. Wenn du bei einem bleibst und bei einem quasi zum Meister wirst, dann werden diese Promotion- und Erfolgsstrategien funktionieren. So lange man sich nur vom einen zum anderen hangelt, so lange bleibt es schwierig, weil du nichts, wie der Wiener sagt, „gscheit machst“, sondern alles nur irgendwie halb. Wenn etwas überbleibt von diesem heutigen Podcast, dann committe dich für einen Weg, für einen Kommunikationskanal und für eine Strategie und werde in dieser zum Meister. Punkt aus fertig! #[00:19:32]-0#

Thomas: Ganz genau so ist es, ich kann das unterschreiben. Als wir damals begonnen haben, hieß es, man muss überall dabei sein, man muss auf YouTube sein, man muss einen Podcast haben, einen Blog haben, man muss schreiben, man muss alles! #[00:19:42]-5#

Markus: „Be everywhere“, haben sie uns erzählt. #[00:19:44]-4#

Thomas: „Be everywhere“, das war das große Schlagwort. Ich mache die gleiche Strategie jetzt mit Sportmentaltraining, es gibt nur einen Podcast und sonst nichts, und deswegen kann ich das voll und ganz unterschreiben. #[00:19:58]-0#

Markus: Wir plaudern jetzt schon eine Zeitlang, und wir könnten auch noch ewig darüber reden. Mir geht es nur darum, dass du, wenn du in einem Hamsterrad sitzt und dir denkst, „das mache ich nicht weiter bis zur Rente, darauf habe ich echt keine Lust“, verstehen solltest, dass es andere Möglichkeiten gibt. Es gibt Alternativen, und du solltest damit beginnen, dich mit diesen Gedanken anzufreunden. Kein Mensch sagt, dass du von heute auf morgen deinen Job kündigen und alles hinschmeißen sollst und ein damit ein Risiko auf dich nimmst, darum geht es nicht. Es geht darum, dass es eine Alternative gibt. Wie gesagt, ich nenne es „unsere kleine Rebellion gegen das Hamsterrad“, die unterstützt dich dabei, deinen Fokus und dein Mindset ein bisschen in eine andere Richtung zu lenken und neue Möglichkeiten diesbezüglich zu sehen.  #[00:20:46]-3#

Thomas: Genau, so ist es. Podcast, nächstes Thema, glaube ich. Wir müssen uns ein bisschen sputen. #[00:20:53]-4#

Markus: Wir sind gleich fertig. Wenn ich jetzt den Werbeblog abfahre, sind wir auch gleich fertig. #[00:20:57]-6#

Thomas: (Lacht) #[00:20:58]-3#

Markus: Du bist Podcasthörer, offenbar, denn sonst würdest du unseren lichtvollen Ausführungen hier nicht folgen, vor allem nicht schon so lange. Meinen Podcast gibt es auch schon seit geraumer Zeit, ich glaube, ich habe damals ein bisschen vor dir angefangen.  #[00:21:13]-3#

Thomas: Genau, Markus war leider Erster! #[00:21:14]-1#

Markus: Ja, er war leider Erster, aber dafür hat der Markus jetzt fast anderthalb Jahre lang die Füße hochgelegt, was den Podcast betrifft und eine Pause gemacht. Seit kurzem gibt es ihn wieder, in der Season II. Ich beschäftige mich jetzt erneut ganz intensiv mit der Hilfestellung, was das Online-Business betrifft, und für bestehende Hamsterradler gibt es da eine ganze Menge. Thomas wird dankenswerterweise bei den Show Notes den Link zu meinen Link dazu packen. Also für alle, die in das Thema mal reinschnuppern wollen, ist der Podcast eine gute Sache. Und natürlich auch meine Webseite markuscerenak.com, wo es eine ganze Menge an Infos und Ressourcen gibt rund um das Thema „Hamsterrad verlassen, Berufung finden und damit Schritt für Schritt ein eigenes, entspannt erfolgreiches Business aufbauen“. #[00:22:00]-6#

Thomas: Genau, wir werden das alles in die Show Notes schmeißen, auch das Buch kommt dort hinein, also alles, was du vom Markus brauchst. Ich kann es nur sehr empfehlen. Ich bin zwar schon ein älterer Hase in dem Business, aber trotzdem höre ich die eine oder andere Folge von Markus immer gerne, denn er verrät mir einfach nicht alles, wenn wir beieinandersitzen. Was ein Skandal ist, aber deswegen höre ich mir eben gerne seinen Podcast an. Ich glaube, er macht das wegen der Download-Zahlen! (Lacht) #[00:22:21]-9#

Markus: Richtig, genau, definitiv. Denn der eine Podcast-Download von Herrn Mangold, der reißt mich natürlich raus! Nein, das liegt schlicht und ergreifend daran, ich produziere meine Podcasts gerne beim Spazierengehen. Da bin ich einfach ein bisschen inspirativer und kreativer. Ich habe es mir angewöhnt, den Podcast draußen zu produzieren, denn da fallen mir andere Dinge ein beziehungsweise, ich bin manchmal selbst erstaunt, was da spontan alles passiert. Und das erzähle ich dann dem Mangold halt nicht!  #[00:22:53]-4#

Thomas: Ja, und deswegen höre ich seine Podcasts. Alles klar, jetzt wisst ihr das auch, es ist also ganz lustig bei uns. Die Show Notes findet ihr unter selbst-management.biz/198 für die 198. Podcastfolge. Ich freue mich, dass du dabei warst, und Markus, die letzten Worte dieses Podcasts gehören dir! #[00:23:14]-8#

Markus: Das sind immer die gleichen Worte, und wer schon einmal etwas von mir gehört oder gelesen hat, der weiß, dass bei mir alles endet mit: Lass es dir gut gehen! #[00:23:21]-9#

Outro: Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #[00:23:42]-0#