Bevor du dir Ziele und Aufgaben für das neue Jahr setzt, sollte „das alte Jahr abschließen“ auf deiner Tagesordnung stehen. Ich nutze die ruhige Zeit zwischen Weihnachten und Silvester, um das vergangene Jahr zu reflektieren, Entscheidungen zu überdenken sowie Ziele und Projekte des vergangenen Jahres zu analysieren. Wie genau ich dabei vorgehe, erfährst du in den nächsten 5 Lese-Minuten.

Bevor ich aber beginne dir zu erzählen wie ich das alte Jahr abschließe, möchte ich dich noch auf die „Good Bye 2016“ – Aktion meiner Kollegin Claudia Kauscheder von Abenteuer Homeoffice verweisen. Auf Grund Ihrer Aktion ist dieser Artikel entstanden und du findest da ebenfalls viele tolle Infos wie du das alte Jahr abschließen kannst.


 Der Podcast zum Artikel:

Hier findest du alle weiteren Infos zum Podcast sowie eine Übersicht aller Folgen!


Das alte Jahr abschließen

Im Moment drehe ich gerade den Kurs „Jahresplanung live“ für meine SelbstmanagementRocks-Plattform ab. In diesem Kurs zeige ich, wie ich bei der Jahresplanung vorgehe, um die Weichen auf Erfolg zu stellen. Modul 1 dieses Kurses heißt: Das alte Jahr abschließen. Und Teile dieses ersten Moduls finden sich in diesem Artikel wieder.

Das alte Jahr abschließen – so gehe ich vor:

Schritt 1: Reflexion des abgelaufenen Jahres

So ein Jahr ist eine lange Zeit, auch wenn sie wieder einmal wie im Fluge vergangen ist. Daher analysiere ich zunächst einmal meine Erfolge, aber auch meine Misserfolge. Dazu stelle ich mir die folgenden Fragen:

  • Welche Erfolge hatte ich im vergangenen Jahr?
  • Welche Misserfolge hatte ich?
  • Was lerne ich aus den Erfolgen, aber auch aus den Misserfolgen?
  • Welche sonstigen Themen, abseits von Erfolg und Misserfolg, haben das vergangene Jahr bestimmt?

Das In-Erinnerung-Rufen der Erfolge ist besonders einfach, schließlich führe ich ein Erfolgsjournal. Darin brauche ich meine Erfolge nur nachzulesen. Es macht wirklich viel Spaß, diese nochmal Revue passieren zu lassen. Allerdings überlege ich auch immer, wie diese Erfolge entstanden sind und welche Erkenntnisse ich mitnehme, um auch weiterhin erfolgreich sein zu können.

Über die Misserfolge führe ich kein eigenes Journal, aber ein wenig Nachdenken und Überlegen reicht meist schon, um sich auch einige Misserfolge des vergangenen Jahres in Erinnerung zu rufen. Hier ist es besonders wichtig zu hinterfragen, warum diese Misserfolge eingetreten sind und wo die Fehler lagen. Ich analysiere da alles sehr kritisch und hinterfrage alles sehr genau. Schließlich will ich aus meinen Fehlern lernen und sie in Zukunft natürlich vermeiden.

„Fehler kann man machen, aber denselben Fehler ein zweites Mal zu machen, sollte auf alle Fälle vermieden werden.“

Nur wer genau hinterfragt und analysiert, wird Fehler erkennen und die richtigen Rückschlüsse daraus ziehen.

Für diese Fragen und die Analyse nehme ich mir immer ein paar Stunden Zeit. Nur wer hier gründlich ist, wird auch Mehrwert aus der Reflexion ziehen.

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Schritt 2: Nullbasiertes Überdenken der Entscheidungen des vergangenen Jahres

Wenn ich das alte Jahr abschließen möchte, brauche ich nullbasiertes Denken! Dabei überlege ich zunächst mal, welche wichtigen Entscheidungen ich im vergangenen Jahr überhaupt getroffen habe.

Diese schreibe ich fein säuberlich zusammen, um im Anschluss zu hinterfragen, ob ich dieselbe Entscheidung mit dem Wissen, das ich heute habe, wieder treffen würde. Wie du ja vielleicht weißt, habe ich am 01.01.2016 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Also gilt es nun zu überlegen, ob ich diese Entscheidung heute, mit dem ganzen Wissen darüber, wie 2016 so gelaufen ist, wieder treffen würde.

In diesem Fall ist die Antwort ganz klar: JA! Also brauche ich nichts weiter zu verändern.

Ebenfalls im Jahr 2016 habe ich mir mit drei Freunden gemeinsam eine Wohnung auf Mallorca gemietet. Auch hier haben wir (gemeinsam) nullbasiertes Denken angewandt und sind zur Entscheidung gekommen, das so nicht mehr zu machen. Also haben wir den Mietvertrag gekündigt. Es war eine schöne Zeit auf Mallorca, aber immer am selben Ort wird dann auch irgendwann langweilig.

Du siehst also, nullbasiertes Denken hilft dir dabei, Entscheidungen neu zu überdenken und die richtigen Rückschlüsse daraus zu ziehen.

Schritt 3: Deine Ziele

Das alte Jahr abschließen, ohne die Ziele dieses Jahres zu analysieren, geht gar nicht. Also gilt es auch hier, sich selbst einige Fragen zu beantworten:

  • Welche Ziele hattest du im Vorjahr?
  • Welche davon hast du erreicht? Warum hast du sie erreicht?
  • Welche davon hast du nicht erreicht? Warum hast du sie nicht erreicht?
  • Welche Ziele aus dem vergangenen Jahr sind noch offen?

Als du die Jahresplanung für das vergangene Jahr gemacht hast, hast du dir (hoffentlich) auch Ziele für das kommende Jahr überlegt. Im Kurs „Jahresplanung live“ auf SelbstmanagementRocks zeige ich dir natürlich exakt, wie ich dabei vorgehe.

Ich nehme meine Ziele, inklusive jener, die im Laufe des Jahres dazukamen, zur Hand, um jedes einzelne zu analysieren. Auch dieser Teil des Projektes „Das alte Jahr abschließen“ ist extrem wichtig und du kannst daraus sehr viel für die Zukunft lernen.

Möglicherweise sind auch Ziele aus dem vergangenen Jahr noch offen. Diese solltest du auf alle Fälle auflisten und überlegen, welche du weiterverfolgen und welche davon du aufgeben willst.

das alte Jahr abschließen

sasint / Pixabay

Schritt 4: Deine Projekte

Neben den Zielen wird es sicher auch einige Projekte gegeben haben, die du im alten Jahr abgearbeitet hast. Auch zu diesen stelle ich mir einige Fragen:

  • Welche Projekte hast du im Vorjahr abgewickelt?
  • Welche davon waren erfolgreich?
  • Was war ausschlaggebend für den Erfolg?
  • Welche waren ein Misserfolg?
  • Was war ausschlaggebend für den Misserfolg?
  • Gibt es noch offene, nicht fertiggestellte Projekte?

Auch hier gilt es natürlich, Erfolge und Misserfolge zu hinterfragen und aus den Resultaten zu lernen. Nicht abgeschlossene Projekte sollten ebenfalls überprüft und zügig abgearbeitet werden.

Schritt 5: Das alte Jahr abschließen – 3 wichtige Elemente

Es gibt drei Dinge, die du auf alle Fälle tun musst. Und diese lauten:

  1. Akzeptiere, was passiert ist!
  2. Lerne aus den Erfahrungen, die du gemacht hast!
  3. Gewinne auch den negativen Erfahrungen Positives ab!

Es hat keinen Sinn, mit dem Schicksal oder mit der Vergangenheit zu hadern. Was passiert ist, ist passiert! Jetzt gilt es, das Beste daraus zu machen. Lerne aus deinen Erfahrungen, aus den negativen ebenso wie aus den positiven. Jede Erfahrung bringt dich weiter, du musst nur richtig damit umgehen.

Auch negative Erfahrungen haben meist Positives an sich. Du musst dieses Positive nur entdecken und dir zum Vorteil machen.

Wenn du diese drei wichtigen Elemente beherzigst, wirst du sehr viel lernen, positiv gestimmt sein und mit Motivation und Begeisterung ins kommende Jahr gehen.

Fazit für dein Selbstmanagement

In 5 Schritten das alte Jahr abschließen ist ziemlich einfach. Alles, was du brauchst, ist die nötige Zeit und die nötige Ruhe. Überlege, hinterfrage, analysiere und zieh die richtigen Schlüsse daraus.

So weit also ein kleiner Einblick in das erste Modul des Kurses „Jahresplanung live“ auf SelbstmanagementRocks. Das alte Jahr abschließen ist zwar sehr wichtig, allerdings ist es ebenso wichtig, die Planungen für das neue Jahr ordentlich über die Bühne zu bringen. Wenn du wissen willst, wie ich das anstelle, dann lade ich dich recht herzlich dazu ein, Mitglied von SelbstmanagementRocks zu werden.

Deine Erfahrungen?

Wie wirst du das alte Jahr abschließen? Welche Schritte unternimmst du? Welche Fragen stellst du dir? Hast du Rituale? Ich freue mich darauf, deine Meinung in den Kommentaren zu lesen.

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße

Thomas

PS: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.

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