BeRUFung und Business-Journaling – ein Interview mit Maxine Schiffmann

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Berufung und Business Journaling sind die großen Themen von Maxine Schiffmann. In ihrem Buch „Das Berufungsprinzip“, beschreibt sie wie man mit Business Journaling zu mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und Erfüllung kommt. Ihre Karriere startete sie in einer großen Bank, ehe ihr klar wurde, dass das nichts für sie ist. Wie Maxine ihre wahre Berufung gefunden hat und wie du das auch kannst, darum geht es in dieser Podcastfolge.


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Das Berufungsprinzip

Transkript dieser Podcastfolge

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für ein besseres Selbstmanagement. Das Ziel: Mehr Zeit für dich und für die wirklich wichtigen Dinge in deinem Leben. Weil deine Zeit wertvoll ist!  00:00:25-6#

Hallo und herzlich willkommen in dieser Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold, und ich freue mich sehr, dass du wieder mit dabei bist. Heute geht es um die sehr spannenden Themen Berufung und Business Journaling, mit denen sich meine heutige Gesprächspartnerin Maxine Schiffmann beschäftigt. In ihrem neuen Buch „Das BeRUFungsprinzip“ beschreibt sie, wie wir mit Hilfe von Business Journaling zu mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und Erfüllung kommen können. Außerdem erzählt uns Maxine, welchen Weg sie gegangen ist, um ihre wahre Berufung zu finden. Ihre berufliche Laufbahn begann in einer Bank, doch schon bald wurde Maxine klar, dass ihr diese Position keine Erfüllung bringt. Wie sie ihr neues Aufgabengebiet gefunden hat, ihren Traum verwirklichte und was sie anderen empfiehlt, die sich ebenfalls einen Neuanfang wünschen, das erklärt uns Maxine im folgenden Gespräch. Und natürlich sprechen wir auch ausführlich über das Business Journaling und was du dabei beachten solltest.  00:01:34-3#

Bevor wir mit dem Interview starten, möchte ich dir unseren Werbepartner vorstellen, der dich ebenfalls dabei unterstützen kann, deine Berufung zu finden.   00:01:47-9#

Werbepartner unserer heutigen Podcastfolge ist Blinkist. Gerade erst heute Vormittag habe ich mir zwei Blinks angehört, nämlich „Kopf frei“ von Volker Busch sowie „Reflektiert entscheiden“ von Rüdiger von Nitzsch. Das sind zwei spannende Titel, die ich dir sehr ans Herz legen möchte. Was ist Blinkist? Blinkist ist eine App, die große Ideen der besten Sachbücher sowie populäre Ratgeber in einprägsame kurze Texte verpackt und erklärt. In der Blinkist Bibliothek stehen dir Inhalte aus über 5.000 Titeln zur Verfügung. Mit den Zusammenfassungen, den so genannten Blinks, kannst du das Wissen dieser Bücher sehr schnell aufsaugen. In nur fünfzehn Minuten kannst du sie durchlesen oder als Audio anhören. Dabei stehen dir verschiedenste Kategorien zur Verfügung, zum Beispiel Produktivität, Psychologie, Wissenschaft und vieles mehr. Die unzähligen Tipps, Tricks und Lifehacks kannst du im Alltag umsetzen und im Beruf anwenden. Die Blinks sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar. #00:02:54-6#

Wenn sich das spannend für dich anhört, dann schau bei blinkist.de/effizient vorbei. Als Hörerin oder Hörer meines Podcasts erhältst du dort 25 Prozent auf das Jahresabo Blinkist Premium und kannst das Angebot sieben Tage lang kostenlos testen. Den Link stelle ich auch in den Show Notes ein. Dann kannst du gleich damit beginnen, Wissen aufzusagen. Ich empfehle dir, mit dem Blink „Reflektiert entscheiden“ zu starten, denn der hat mir besonders gut gefallen.  00:03:44-1#

Und hier kommt das Interview mit Maxine Schiffmann.  00:03:54-8#

Thomas: Maxine, es freut mich, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich habe im Intro schon ein wenig über dich erzählt, aber sei doch so nett und erzähle uns, wer du bist und was du machst.  00:04:04-5#

Maxine: Hallo Thomas, so schön, hier zu sein. Ich bin Berufungs- und Business Coach und helfe meinen Klienten dabei, ihre beruflichen Herzensprojekte selbstsicher voranzutreiben und neue Klarheit zu gewinnen. Das mache ich neben meinen 1:1-Coachings über meinen Business Journal Podcast und natürlich auch über mein neues Buch „Das BeRUFungsprinzip“. Das Herzstück des Werks ist die berufliche Erfüllung. #00:04:33-3#

Es gab einen Zeitpunkt in meiner Karriere, an dem ich erfolgreich, aber innerlich sehr unglücklich war. Und ich weiß, dass es vielen Menschen genauso geht. Es ist sehr wichtig, nach innen zu schauen, um berufliche Veränderungen einleiten zu können. Das Ziel ist, wieder Stärke und Freude zu spüren.  00:05:04-4#

Maxine Schiffmann

Thomas: Ich möchte dir einige Zeilen aus deinem Buch vorlesen, in denen ich mich wiedererkannt habe. „So fühlt sich also Erfolg an, dachte Maxine, als sie das erste Mal im schicken neuen Blazer in den Glasaufzug stieg, auf den Knopf für das 44. Stockwerk drückte und, oben angekommen, das Büro betrat. Doch schnell entwickelte sich der Traum vom vermeintlichen genialen Sprungbrett ins Arbeitsleben hin zu einem Albtraum.“ Lass uns mit diesem Zitat anfangen. Ich kann dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen. Bei mir war es zwar nicht das 44. Stockwerk, sondern das dritte, aber die Erfahrung war ähnlich. Welche Schritte bist du gegangen, um diesem Albtraum zu entkommen? Erzähl uns von deiner Geschichte.  00:05:48-3#

Maxine: Ich stand kurz vor dem Abschluss meines BWL-Studiums und machte ein Praktikum. Ich dachte, das wäre mein Sprungbrett in die erfolgreiche Arbeitswelt. Aber es fühlte sich innerlich überhaupt nicht stimmig an. Ich erkannte, dass ich eine Veränderung einleiten musste. Ich brauchte diesen inneren Appell, der mich auf den Weg bringt, meine Berufung zu finden. Ich hatte damals eine andere Vorstellung vom Begriff „Berufung“ und bin viele Jahre einem Irrglauben aufgesessen. Ich dachte, wenn die Arbeit im glitzernden Glaspalast nicht meine Erfüllung ist, dann muss es doch diesen einen, anderen Traumjob geben, der perfekt zu mir passt. Diesen Job, diese eine Rolle habe ich gesucht.  00:06:34-9#

Ich liebte die Persönlichkeitsentwicklung, das Business und Marketing, aber auch Gesundheit und Fitness interessierten mich sehr. Ich wusste einfach nicht, für was ich mich entscheiden sollte. Diese Unsicherheit hat mich viele Jahre lang ausgebremst, bis ich schließlich lernen durfte, dass Berufung etwas ganz Anderes ist. Es ist nämlich nicht der eine und einzige Traumjob. Im Wort „Berufung“ steckt das Wort „Ruf“. Es geht um einen inneren Ruf, um eine innere Stimme, der wir folgen. Als ich das verstanden habe, hat es geflutscht.  00:07:13-5#

Ich startete einen Blog, bin in Richtung Coaching gegangen und habe eine Trainerausbildung gemacht. Stück für Stück habe ich meinen Weg gefunden, der mich dahin gebracht hat, wo ich heute bin. Inzwischen habe ich mir eine Portfolio-Karriere geschaffen, mit der ich meine vielfältige Persönlichkeit und meine verschiedenen Interessen ausleben kann. Diese neue Definition von Berufung war ein wichtiger Schritt in meiner beruflichen Entwicklung.  00:07:38-9#

Thomas: Ich sehe, wir beide haben viele Parallelen in unserem Leben, denn ich bin einen ähnlichen Prozess durchlaufen. Es ist sehr wichtig, dass wir auf unsere innere Stimme hören. Doch kommen wir zurück zu deinem Buch. Du hast sicher viele Empfehlungen für Menschen, die genau in dem von dir beschriebenen Dilemma stecken. Welche Ratschläge gibst du ihnen?  00:08:16-4#

Maxine: Im Buch erkläre ich das Berufungsmodell. Ich habe verschiedene Aufrufe identifiziert, die dir zu jedem Zeitpunkt deiner Karriere helfen, Klarheit zu finden. Der Weg geht immer über die Verbindung zu dir selbst, und er zeigt zwei Richtungen auf. Zunächst geht es vom Äußeren zum Innern. Wenn wir jung sind, vertrauen wir darauf, dass Eltern oder andere Autoritäten Antworten wissen. Aber dem ist nicht so. Die Antworten auf unsere Fragen liegen in uns selbst. Der zweite Fehler ist, dem Verstand zu folgen, wenn es darum geht, was wir beruflich machen sollen. Wir prüfen, was logisch sein könnte. Das ist aber eine falsche Herangehensweise. Wir müssen unser Herz und unsere Intuition fragen, was richtig für uns ist. Das heißt nicht, dass wir den Verstand ausklammern, denn er hilft uns, von unseren Wünschen logische Berufsoptionen abzuleiten. Um die passende Richtung herauszufinden, müssen wir jedoch mit dem Herzen suchen.  00:09:31-2#

Diese Wege müssen wir immer wieder aufs Neue beschreiten. Wenn wir unsere Berufung nicht als den einen einzigen Traumjob definieren, sondern als einen Pfad, auf den uns unsere innere Stimme führt, dann wird sie zu einer täglichen Gewohnheit. Diese innere Stimme erinnert uns immer wieder. Sie teilt uns mit, was sich gut anfühlt und was nicht. Die Intuition versetzt uns in die Lage, mutige Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie dem Verstand entgegenstehen. Das ist die wichtige Basis. #00:10:01-2#

Als nächstes müssen wir aufhören zu denken, wir müssten den ganzen Plan kennen. Wir wollen eine Bilderbuchversion einer Zukunft und wollen ganz genau wissen, wohin es beruflich gehen soll. Ich durfte eines lernen, nämlich dass Klarheit nicht vor dem Tun kommt, sondern während des Tuns. Du musst loslegen und dich ausprobieren. Während dieses Prozesses findest du die Gewissheit über das, was passt und was nicht. Dann kannst du Veränderungen einleiten.  00:10:34-2#

Thomas: Wir sind oftmals so stark im Hamsterrad des Alltags gefangen, dass es uns schwer fällt, unsere innere Stimme zu identifizieren. Hast du Tipps, wie man sie entdecken kann? Hilft uns das Journaling dabei? Wie kann ich einen Spürsinn entwickeln, der mir die richtige Stimme unter all den vielen anderen Stimmen aufzeigt und mich auf den rechten Weg leitet? #00:11:03-0#

Maxine: Der leichteste Weg ist das schriftliche Reflektieren. Das funktioniert, indem du deine Geschichten und Sehnsüchte, deine Träume und Stärken aufschreibst. Durch das Aufschreiben vertiefen sich unsere Gedanken. Wenn wir mehrere Tage hintereinander darüber nachdenken, wonach wir uns beruflich sehnen, dann werden wir einen roten Faden erkennen. Gewisse Dinge werden immer wieder hochkommen. Das schaffst du nicht, indem du dir die Frage lediglich mental stellst. Ich möchte alle Hörerinnen und Hörer einladen, sich eine so genannte Reflexionsfrage vorzunehmen, die gerade wichtig für euch ist. Das muss nicht die berufliche Veränderung sein, sondern es kann auch eine Frage sein, die einen anderen Lebensbereich betrifft. Stell dir diese Frage über einen Zeitraum von mehreren Tagen, und schreibe deine Gedanken dazu auf. Das müssen keine langen Abhandlungen sein, sondern es reichen einige Stichpunkte, die kurz und knackig sind. Statt Worten kann das auch eine kleine Zeichnung sein. Schau nach ein paar Tagen zurück und finde heraus, was sich immer und immer wieder zeigt. Wie fühlt sich diese Antwort an? Öffnet sie dein Inneres? Oder lässt sie dich kalt, weil sie lediglich nach rationalen Gesichtspunkten Sinn ergibt?  00:12:28-9#

Das Journaling ist ein sehr wertvolles Tool. Es ist das einfachste und wertvollste Hilfsmittel, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Es gibt uns die Möglichkeit, viele verschiedene Facetten zu reflektieren. Ich führe auch ein so genanntes Erfolgsjournal, in das ich meine Erfolge und Fortschritte notiere, und zwar sowohl die inneren als auch die äußeren. Ganz oft vergessen wir, was wir bereits alles erreicht haben, denn wir richten den Blick nur auf das, was wir noch nicht geschafft haben. Dabei fehlt uns die Sicht auf unsere Stärken und Erfolge, die uns eine innere Motivation geben können.  00:13:11-0#

Thomas: Dass das Journaling extrem wichtig ist, kann ich bestätigen. Nehmen wir an, jemand wie du steht im 44. Stockwerk und fragt sich, was er dort eigentlich macht. Du hast gesagt, dass sich der Weg erst zeigt, wenn man ins Tun kommt. Doch wie schafft man den Absprung? Für viele ist es eine große Hürde, aus dem sicheren Beruf auszusteigen. Wie kann man diese Hürde am besten überwinden?  00:13:50-0#

Maxine: Mach dir den Wechsel so leicht wie möglich, aber kündige nicht unüberlegt. Bleib in deinem Job und nimm dir Zeit, in dich hineinzuspüren. Das Journaling hilft dir, die Richtung zu entdecken, in die es gehen soll. Erste Ideen kristallisieren sich heraus. Die Ideen kommen automatisch, wenn wir uns die Zeit nehmen, mal hier und mal da eine halbe Stunde lang aufzuschreiben, was nach uns ruft.  00:14:30-6#

Des Weiteren bin ich ein sehr großer Freund davon, Berufungsprojekte zu nutzen. Das sind vierwöchige Projekte, die du neben deinem Job durchziehst, um eine konkrete Idee zu testen. Stell dir vor, Thomas, du hättest damals die Idee gehabt, in Richtung Videografie zu gehen. Dann hättest du ein Berufungsprojekt starten können, in dem du ein erstes Video drehst, um in diesem Tun Klarheit zu finden. Du konntest entdecken, wie es sich anfühlt, diese Tätigkeit auszuüben. Mit dieser Methode verhinderst du, jahrelang ins Grübeln und Planen zu verfallen, um schlussendlich zu merken, dass die Tätigkeit ganz anders ist, als du sie dir vorgestellt hast. Erst durch das tatsächliche Ausprobieren können wir herausfinden, ob uns eine Tätigkeit liegt. Das geht am besten mit einem vierwöchigen Programm.  00:15:30-6#

Während dieser vier Wochen geht es nicht um Planung, sondern es geht darum, die Essenz deiner Idee auszuprobieren. Wenn du Coach werden möchtest, dann musst du coachen, möchtest du Videos produzieren, dann drehe Videos. Könntest du dir vorstellen, Menschen zu massieren? Dann trau dich, andere zu fragen, ob du sie massieren darfst. Podcasten könnte etwas für dich sein? Dann leg los und nimm drei Podcasts innerhalb der nächsten vier Wochen auf. Komm ins Tun und probiere dich aus. Danach kannst du reflektieren, was wirklich zu dir passt und was nicht. In diesen vier Wochen wirst du sehr viel Klarheit gewinnen, viel mehr, als wenn du einfach nur nachdenkst.  00:16:18-4#

Thomas: Das kann man mit der Lean Start-up-Methode vergleichen. Einfach ein paar Testballons hoch schicken und schauen, welcher Ballon mich am stärksten nach oben zieht. Das ist ein sehr spannendes Konzept. Du hast angesprochen, dass auch das Business Journaling ein wichtiger Baustein ist. Es gibt zum Beispiel das Erfolgsjournal und das Fortschrittsjournal. Wenn ich mit Menschen über Journaling spreche, dann finden sie die Idee spannend, aber es hapert bei der Umsetzung. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, die Journaling-Methode eines anderen zu kopieren, sondern man muss seine eigenen Fragen finden. Welchen Weg empfiehlst du?  00:17:02-4#

Maxine: „Ich würde gerne ein Journal führen, aber ich weiß nicht, was ich aufschreiben soll“, diesen Satz höre ich selbst sehr oft. Ich empfehle, dass man als Erstes mit den aktuellen Herausforderungen startet. Frage dich, was dich gerade bewegt oder stresst. Die Antworten schreibst du stichpunktartig auf, und anschließend steigst du tiefer ein. Es gibt zwei Levels im Journaling. Auf dem Level 1 schreiben wir das auf, was wir sowieso schon wissen, nämlich das, was uns stresst. Im Level 2 geht es auf die tiefere Ebene. Das Journaling ist deswegen so genial, weil es ein wertvolles Selbstcoaching-Tool ist. Tiefer eintauchen, das gelingt dir mit den so genannten Wachstumsfragen. Wachstum startet mit dem Buchstaben „W“, und alle Fragen, die ich dir jetzt aufzeige, starten ebenfalls mit einem „W“. Du könntest dir zum Beispiel als Erstes die Frage nach der Wahrheit stellen. Ist es wahr, was ich gerade aufgeschrieben habe?  00:18:16-8#

Eine weitere schöne Wachstumsfrage ist die Frage nach der Wahl. Welche Wahlmöglichkeiten habe ich? Ich habe meine Gefühle oder Probleme aufgeschrieben, und es gibt verschiedene Möglichkeiten, daran zu arbeiten. Ich könnte jammern und klagen, ich könnte nichts tun und hoffen, dass sich die Situation ändert, und ich könnte proaktiv werden. Wie könnte das aussehen? Es gibt verschiedene Vertiefungsfragen, die dich zu einer Lösung führen, um neue Antworten und neues Wissen zu generieren. Wenn wir uns diese Fragen stellen, wird das Journaling magisch, weil wir dann weggehen von dem, was wir bereits wissen, hin zu neuem Antrieb und zu neuer Klarheit. #00:18:50-5#

Ich fasse die Schritte kurz zusammen. Beantworte die Frage, was dich gerade bewegt oder stresst. Schreib die Antworten kurz und knackig auf, die dir durch den Kopf gehen. Dann nimm dir eine Wachstumsfrage, um tiefer zu gehen. Damit hast du eine super einfache Blitzanleitung fürs Journaling.  00:19:03-6#

Thomas: Absolut top. Eine weitere Hürde ist die Aufschieberitis. Die Menschen sind am Abend müde oder haben keine Zeit, um mit dem Schreiben zu beginnen. Sie verschieben es immer wieder. Gibt es einen Zeitpunkt, der für das Journaling  besonders gut geeignet ist, zum Beispiel abends vor dem Zubettgehen? Oder ist das eher individuell? Wie macht man das Journaling zu einer Gewohnheit?   00:19:39-3#

Maxine: Mach es dir so leicht wie möglich. Leg dein Notizbuch dorthin, wo du es wirklich siehst. Wenn es in einer Schublade liegt, dann wirst du im Alltagsstress nicht mehr daran denken. Überlege dir die Reflexionsfragen, bevor du mit dem Schreiben beginnst. Außerdem empfehle ich, ein gewisses Habit Stacking zu betreiben. Wer James Clears 1%-Methode kennt, der weiß, dass man Ziele am besten erreicht, wenn man jeden Tag ein bisschen besser wird. Um sich gute Gewohnheiten anzutrainieren, braucht man ein gutes System. Welche Routinen habe ich bereits in meinem Leben, die ich gut mit dem Journaling verbinden könnte? Vielleicht bin ich jemand, der sich morgens Zeit nimmt, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Dann könnte ich diese Auszeit damit verbinden, einige Minuten an meinen Notizen zu schreiben.  00:20:28-6#

Wenn ich abends gerne ein Buch lese, dann kann ich mir angewöhnen, mein Journal zu schreiben, bevor ich mit dem Lesen beginne. Such dir eine Möglichkeit, das Schreiben mit einer regelmäßigen Tätigkeit zu kombinieren, um es nicht zu vergessen. Du musst keinen Roman schreiben, wenige Minuten reichen völlig aus. Der Text muss weder schön aussehen noch zu 100 Prozent den Regeln der Grammatik und der Rechtschreibung genügen. Es geht darum, neues Wissen zu generieren, und das soll nur für dich selbst einen Mehrwert generieren.  00:21:05-2#

Thomas: Das waren mega coole Tipps, vielen Dank dafür. Wenn die Gedanken aufgeschrieben sind, sind sie dann aus dem Kopf draußen, und ich muss mich nicht mehr mit ihnen beschäftigen, oder sollte ich mich regelmäßig wieder mit dem, was ich aufgeschrieben habe, auseinandersetzen? Ich könnte zum Beispiel die täglichen Aufzeichnungen am Ende der Woche nochmals nacharbeiten. Welche Vorgehensweise empfiehlst du?  00:21:39-1#

Maxine: Ich bin für die Intuition. Wenn du spürst, dass du gerne noch einmal zurückschauen möchtest, dann mach das. In einer idealen Welt schauen wir uns die Einträge noch einmal an, denn es steckt viel Wissen in ihnen. Aber ganz ehrlich, wer macht das schon? Finde heraus, in welchen Bereichen es sich lohnt, zurückzublicken. Markiere diese Stellen, um sie schnell wiederzufinden. Ich gebe zum Beispiel meinen Einträgen einen kurzen Titel. Wenn ich zurückschauen möchte und nach einem bestimmten Thema suche, dann finde ich die entsprechende Notiz anhand des Titels. Schau zurück, wenn du wissen möchtest, wie sich ein Bedürfnis bis zum heutigen Tag entwickelt hat. Dann ist es wertvoll.  00:22:41-3#

Thomas: Wer weitere Fragen zum Journaling hat, der ist auf der Webseite von Maxine gut aufgehoben. Lass uns zum Abschluss nochmal auf dein Buch „Das BeRUFungsprinzip: Wie du mit Business Journaling deine berufliche Erfüllung findest“ zurückkommen. Was dürfen die Leserinnen und Leser alles erwarten, wenn sie das Buch zu Ende gelesen haben und ins Tun kommen?  00:23:05-9#

Maxine: Das Buch ist ein Ratgeber und natürlich ein Mitschreibbuch, denn es geht um das Journaling. Es hilft dir, deine eigenen Antworten zu finden. Mit dem Buch wirst du neue Klarheit finden, leichter Entscheidungen treffen können und dir Raum für deinen inneren Ruf geben. Du wirst in der Lage sein, deine Vision zu erschaffen und entdecken, welcher Beruf zu dir passt. Daraus wirst du neue Schritte ableiten können. Es ist ein sehr visuelles und aktivierendes Buch, geschrieben für alle, die zwar eine Veränderung einleiten wollen, aber nicht wissen, in welche Richtung es gehen soll. Diese Menschen finden mit dem Buch einen geführten Rahmen, um die Antworten mit Hilfe des Schreibens zu finden.  00:23:51-5#

Thomas: Ich habe bereits ins Buch hineingeschaut und habe schon einige Ideen gefunden, die ich gerne umsetzen möchte. Wir verlinken das Buch und auch die Webseite von Maxine in den Show Notes. In meinem Podcast gehören die letzten Worte immer dem Gast. Wenn du unseren Hörerinnen und Hörern noch einen Impuls mitgeben möchtest, dann freuen wir uns jetzt darauf.  00:24:30-9#

Maxine: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, uns zuzuhören. Als Abschlussimpuls möchte ich dir folgendes mitgeben. Sei mutig und höre auf deinen inneren Ruf. Es wartet berufliche Erfüllung auf dich, wenn du beginnst, jetzt den ersten Schritt zu machen. Deine innere Stimme zeigt dir den Weg, wenn du auf sie hörst.  00:24:57-3#

Thomas: Vielen Dank für diese netten Schlussworte, Maxine. Wenn du tiefer in diese Inhalte einsteigen möchtest, dann findest du die Links zum Podcast, zur Webseite und zum Buch von Maxine in den Show Notes. Ich sage vielen lieben Dank fürs Zuhören, machs gut und genieße deinen Tag.   00:25:35-1#

Hallo & herzlich willkommen

Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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