Glaubst du auch noch, dass Minimalismus weiße Wände und keine Möbel bedeutet und dass du dafür deine Leidenschaft aufgeben und wie ein Affe leben musst? Dann wird dieser Artikel dir, da bin ich mir ziemlich sicher, eine ganz andere Sichtweise zum Thema Minimalismus bringen.


 Der Podcast zum Artikel:

Hier findest du alle weiteren Infos zum Podcast sowie eine Übersicht aller Folgen!


Was ist Minimalismus eigentlich genau?

Nein, Minimalismus hat nichts mit weißen Wänden und Besitzlosigkeit zu tun, zumindest nicht in meiner Welt.

Minimalismus beantwortet schlicht und einfach die Frage, welche Dinge Mehrwert in dein Leben bringen.

Es geht außerdem um das Thema „Platz machen“: Alte oder nutzlose Dinge sollen dein Leben verlassen und neue, Mehrwert bringende Dinge Platz in deinem Leben finden. Dabei geht es aber nicht nur um Materielles (auch das ist natürlich okay, solange es Mehrwert bringt), sondern vielmehr um die wirklich wichtigen Dinge im Leben, wie zum Beispiel

  • Gesundheit,
  • Beziehungen,
  • Leidenschaft und
  • Wachstum.

Wenn du dir diese Aufzählung genauer ansiehst, wird es dich kaum wundern, dass sich immer mehr Menschen dazu entscheiden, mit weniger zu leben. Minimalismus ist nichts anderes als ein Leben ohne unnützes Zeug.

Unnützes Zeug sind Dinge, die du nicht brauchst und die auch keinen Mehrwert in dein Leben bringen. Dieses unnütze Zeug tauscht man, wenn man einen minimalistischen Lebensstil lebt, gegen wirklich wertvolle Dinge ein, wie zum Beispiel

  • Produktivität,
  • Beziehungen,
  • Leidenschaft,
  • spannende Aktivitäten oder
  • inspirierende Aufgaben.

Minimalismus ist ein Lebensstil, der dir einen neuen Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben verschaffen wird.

Das Problem: Minimalismus ist zwar leicht erklärt, aber die Umsetzung ist alles andere als leicht.

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Die vier Prinzipien des Minimalismus

Alle diese vier Punkte hören sich recht einfach an, wenn es an die Umsetzung geht, wirst du aber recht schnell merken, dass es nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Prinzip 1: Wir alle haben nutzlose Dinge

Ich denke, man wird kaum Menschen auf dieser Welt finden, die keine nutzlosen Dinge bei sich zu Hause haben. Vielleicht liest du diesen Artikel ja gerade bei dir daheim. Sieh dich einfach mal um, ich bin mir sicher, du wirst einige nutzlose Dinge in deiner unmittelbaren Umgebung identifizieren.

Prinzip 2: Wir selbst können entscheiden, welche Dinge nutzlos sind

Und genau das ist für mich der Punkt. Du selbst entscheidest darüber, ob etwas nutzlos ist oder nicht. „Als Minimalist darf man niemals ein Auto besitzen“ ist etwas, das ich sehr oft höre. Ich bezeichne mich als Minimalist und ich besitze ein Auto.

Für mich ist es auch kein nutzloses Ding, denn ich brauche es relativ oft für Überland-Fahrten. Da würde sich das Leihen eines Autos nicht rentieren.

Würde ich hingegen nur in Wien zu tun haben, würde ich mein Auto sofort verkaufen, denn dann wäre es nutzlos. Denn ich habe in Wien nicht nur ein ausgezeichnetes öffentliches Verkehrsnetz, sondern auch Carsharing-Angebote, aus denen ich wählen kann.

Was du also als nutzloses Ding bezeichnest, liegt ganz alleine bei dir!

Prinzip 3: Haben wir festgestellt, dass ein Ding nutzlos ist, müssen wir es sofort loswerden

Wozu sollten wir so ein Ding auch länger behalten. Vor allem wird es sich sehr oft nicht nur um nutzlose, sondern auch um wertlose Dinge handeln. Aber egal ob wertvoll oder wertlos, brauchst du es nicht und bringt es keinen Mehrwert in dein Leben, dann lass los und trenne dich von diesem Ding.

Prinzip 4: Hör auf, nutzlose Dinge zu kaufen

Was hat es denn für einen Sinn, wenn du dich zwar von nutzlosen Dingen trennst, aber immer wieder neue in dein Leben lässt? Bei diesem Prinzip ist also das Mindset extrem wichtig. Du musst bei jedem Ding, das du (auch in den virtuellen) Einkaufswagen legen willst, hinterfragen, welchen Mehrwert es in dein Leben bringen soll.

Nur wenn du diese Frage beantworten kannst, darfst du auch zuschlagen.

Es gibt kein Richtig oder Falsch, es gibt nur deinen Weg

Wie du vor allem anhand des zweiten Prinzips erkennen kannst, gibt es beim Minimalismus kein Richtig und kein Falsch. Es gibt nicht den einen richtigen Weg und es gibt auch nicht nur eine richtige Variante!

Fakt ist:

  • Du entscheidest, welche Dinge nutzlos sind!
  • Du entscheidest, wie minimalistisch du leben willst!
  • Du entscheidest, von welchen Besitztümern du dich trennen und welche du behalten willst.

Du musst diesen Lebensstil auch nicht von heute auf morgen in dein Leben implementieren. Das wäre auch vollkommen falsch. Minimalismus ist etwas, auf das du dich langsam einlässt und mit der Zeit immer Lust auf mehr und mehr bekommst und ihn so in vielen Lebensbereichen umsetzen und leben kannst.

Ich möchte das noch mit zwei Vorurteilen gegenüber Minimalismus untermauern:

  • Minimalisten geben kein Geld aus:
    Falsch! Minimalisten geben sehr wohl Geld aus. Aber im Unterschied zu anderen Menschen kaufen Minimalisten lediglich Dinge, die Mehrwert in ihr Leben bringen.
  • Minimalisten leben mit nur 100 Dingen:
    Falsch! Ja, es gibt zwar Menschen, die mit einhundert Dingen leben, und das sind dann meistens auch diejenigen, die in den Zeitungsartikeln zum Thema Minimalismus beschrieben werden. Dass es sich dabei und eine ganz kleine Hardcore-Fraktion handelt, ist aber auch klar.

Minimalisten leben ganz normal, nur besitzen sie eben nur Dinge, die sie auch wirklich brauchen und die Mehrwert in ihr Leben bringen.

Für wen ist Minimalismus geeignet?

Auch diese Antwort ist ganz einfach zu beantworten: Für jedermann! Minimalisten reduzieren das unnötige Zeug, das sie haben, um mehr Zeit und mehr Raum zur Verfügung zu haben. Und das kann schließlich jeder.

Minimalismus ist einfach, simpel und kostet kein Geld, sondern ganz im Gegenteil: Minimalismus spart Geld, weil man kein unnötiges Zeug mehr kauft.

Wenn dich das Thema Minimalismus näher interessiert, findest du übrigens auf SelbstmanagementRocks einen eigenen Kurs dazu.

Fazit für dein Selbstmanagement

Ich lebe einen minimalistischen Lifestyle nach genau meinen Vorstellungen. Seit ich das tue, bin ich wesentlich produktiver, habe wesentlich mehr freien Raum und bringe mehr voran, als je zuvor in meinem Leben.

Aber was noch viel wichtiger ist: Ich lebe entspannter, achtsamer und mit viel mehr Freude als je zuvor.

Daher kann ich dir dieses Thema nur ans Herz legen. Nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen anderen hat ein minimalistischer Lebensstil zu einer wesentlichen Verbesserung der Lebensqualität beigetragen. Also warum sollte es bei dir nicht funktionieren?

Minimalismus ist keine „Alles oder nichts“-Idee! Meine Empfehlung: Starte einfach damit und sieh, wie es wirkt.

Deine Meinung ist gefragt!

Hast du schon Erfahrungen mit Minimalismus gemacht? Wenn ja, welche? Wenn nein, klingt dieses Thema spannend für dich und ist es interessant genug, um mal einen Versuch zu starten?

Hinterlass mir doch einfach einen Kommentar mit deiner Meinung dazu. Ich freue mich nicht nur über jeden einzelnen Kommentar, sondern werde auch versuchen, alle zu beantworten!

Hier übrigens noch ein Artikel meines Kollegen Marco Behrens der dich interessieren könnte.

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße,

Thomas

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.

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Titelfoto: © jessicahyde / Dollar Photo Club