Julian Krieg ist der Veranstalter des Transformationskongresses und hat damit tausende Menschen begeistert. Gemeinsam plaudern wir über Mindset, Unternehmertum, Berufung, Fähigkeiten, Komfortzone und Ängste. Außerdem hat Julian ein tolles Geschenk mitgebracht. Was das genau ist, verrät er am Ende des Interviews.


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Das Transkript des Interviews:

Intro: Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:00:16-9#

Ein herzliches Willkommen zur 180. Podcastfolge. Ich freue mich, dass du dabei bist, und heute ist wieder ein Interview am Start. Ich habe nämlich Julian Krieg interviewt. Julian und ich, wir kennen uns schon ein paar Monate und haben auch schon einiges miteinander unternommen. Ich war bei seinem Podcast zu Gast beziehungsweise in seinem Transformationskongress, und jetzt haben wir es endlich geschafft, dass er auch einmal bei mir zu Gast ist. Wir haben über spannende Themen gesprochen, zum Beispiel über seinen Transformationskongress, wo es um Mindset, Sport, Persönlichkeitsentwicklung geht. Wir haben über „Berufung finden“ geplaudert, und darüber, welche Fähigkeiten man als Unternehmer heutzutage braucht. Es ging auch darum, wie man mit der Angst umgeht, die Komfortzone zu verlassen, um seine Ziele zu erreichen und woher diese Angst kommt und wie man ihr begegnet sowie vieles, vieles mehr. Ich möchte gar nicht allzu viel verraten. #00:01:21-7#

Und was ganz besonders cool ist, Julian macht am Ende des Podcasts allen Hörerinnen und Hörern ein tolles Geschenk, also unbedingt bis zum Ende dranbleiben. Jetzt will ich gar nicht mehr viel vorher plaudern, steigen wir gleich ein in das Interview mit Julian Krieg. #00:01:40-1#

Thomas: Hallo Julian, herzlich willkommen in meinem Podcast. Ich freue mich sehr, dass du dir Zeit genommen hast für dieses Interview. Sei doch so gut und stell dich all jenen Hörerinnen und Hörern vor, die dich noch nicht kennen. Erzähl mal ein bisschen, wer du bist, was du machst und was dir sonst noch alles einfällt. #00:01:58-4#

Julian: Ja, Thomas, sehr gerne. Erstmal ist es mir eine große Ehre, in deinem Podcast mit dabei sein zu dürfen. Ich freue mich schon riesig auf unser Interview und auf das, was wir alles zusammen an deine Zuhörer weitergeben werden. Ich bin Julian, ich habe im September 2015 meine Leinen abgerissen, sozusagen, meine Ketten gesprengt und bin in die Selbständigkeit gestartet. Ich bin mit einem Onlinekongress in die Selbständigkeit gestartet, dem Transformationskongress 2016. Das war mein Startschuss, und es ist einfach Wahnsinn, was sich daraus alles Schönes entwickelt hat. Es waren über 8.000 Menschen mit dabei, 22 Experten haben zu den Themen „Mindset“, „Persönlichkeitsentwicklung“, „Fitness und gesunde Ernährung“ gesprochen mit dem Ziel, dass der Mensch einen gesunden, fitten Körper und ein leistungsfähiges Gehirn bekommt, um dann mit dem Wissen seine Persönlichkeitsentwicklung und auch die Produktivität besser umsetzen zu können. Du warst auch mit dabei, Thomas. #00:03:08-8#

Thomas: Jawohl. #00:03:12-4#

Julian: Dass man ins Tun kommt und damit seine Ziele erreicht und seine Träume verwirklicht. Dann ging es bei mir weiter, denn durch diesen Kongress hat sich ganz automatisch ein Geschäftsmodell entwickelt. Die Menschen sind auf mich zugekommen und haben gesagt, „hey Julian, das war so eine tolle Erfahrung, so eine tolle Transformation, ich möchte auch so einen Kongress machen“. Und dann habe ich 2016 über 25 Menschen zu ihren eigenen Onlinekongressen begleitet, habe sehr viel gelernt, und jetzt, 2017, war der Startschuss und gleichzeitig für mich die Entscheidung, dass es das ist, was ich machen will. Die Menschen, die ich begleite, die haben danach ein fertiges Business und gleichzeitig das Fundament geschaffen, um sich ein Leben aufzubauen, das sie erfüllt und glücklich macht. Und das ist einfach richtig toll, und deswegen habe ich 2017 meine Onlinekongress Akademie aufgemacht, das perfekte Onlinebusiness mit Onlinekonferenzen. Und da begleite ich gerade eine richtig, richtig tolle Truppe. #00:04:29-4#

Ansonsten noch zu mir, ich habe einen vierbeinigen Hund, den Jake, das ist ein Schäferhund. Ich habe ihn ich seit neun Monaten, er ist eine richtig tolle Bereicherung, und wir sind ein richtig tolles Team. Und ja, ich würde sagen, ich freue mich jetzt auf das Interview, Thomas. #00:04:45-4#

Thomas: Vielen Dank für die Vorstellung. Transformationskongress, herzlich Glückwunsch noch einmal dazu. Ich habe bei einigen Kongressen mitgemacht, auch bei einigen Onlinekongressen natürlich, und das war einer der wenigen, wo wirklich sehr, sehr viel Feedback von den Leuten gekommen ist, die dort mitgemacht haben, auch an mich, was mich riesig gefreut hat als dort Vortragender. Du hast damit wirklich etwas auf die Beine gestellt, was extrem cool ist, und ich war sehr froh, dass ich mitmachen durfte. Zu dem Thema kommen wir sicher später nochmal.  #00:05:20-2#

Julian: Gerne. #00:05:19-8#

Thomas: Du hast es bereits angeschnitten, Julian, vielleicht erzählst du noch ein wenig mehr. Was ist deine genaue Berufung, was zieht dich morgens früh magnetisch aus dem Bett, wie ich so gerne sage? #00:05:28-5#

Julian: Das Thema „Berufung“ ist super, Thomas, und das ist eine sehr, sehr gute Frage. Ich habe 2016 nichts Anderes gemacht als dieser Frage auf den Grund zu gehen: Was ist eigentlich meine Berufung? Einmal beim Transformationskongress und auch danach habe ich in über 70 Interviews allen besonderen Menschen, die meine Vorbilder sind, diese Frage gestellt. Dabei konnte ich auch für mich die Klarheit gewinnen, Berufung ist eigentlich für mich das, was mir gerade am meisten Spaß macht, wo ich einfach dieses Gefühl habe, glücklich zu sein. Wofür man, wie du es gerade so schön gesagt hast, morgens aus dem Bett springt, motiviert ist, sich auf den Tag freut. Und deswegen würde ich sagen, dass Berufung gar nichts Bestimmtes ist. Ich denke, das Leben besteht aus Projekten, und diese Projekte sollten meiner Berufung entspringen. Sie sind das, was mir am meisten Spaß macht. Dabei ist der Businessbereich eine Sache, die für uns Menschen extrem wichtig ist, weil wir dort am meisten Zeit verbringen. Wir sollten zuerst schauen, was macht mir gerade am meisten Spaß, was macht mich am meisten glücklich? Und dann sollte man den Rahmen in Form eines Business drumherum bauen. Also sprich, um deine Frage auf den Punkt zu bringen, Thomas, ich schaue immer, was ist das Projekt, was mir am meisten bringt und mich gleichzeitig happy macht? Denn dann kann ich sicher sein, dass es ein Erfolg wird, wenn wir es von den Zahlen her bestimmen würden. #00:07:36-4#

Thomas: Sehr, sehr spannend. Viele meine Hörer sind selbst Unternehmer oder auf dem Weg dorthin. Du hast viel von „Business“ gesprochen, deshalb jetzt deine Einschätzung dazu: Welche besonderen Fähigkeiten braucht man in der heutigen Zeit, um Unternehmer werden zu können oder um sein eigenes Business aufbauen zu können? #00:07:56-6#

Julian: Auch hier wieder, was ich gerade kurz angeschnitten habe, um sein eigenes Business aufzubauen, beginnt man mit irgendeinem Projekt. Man schließt es erfolgreich ab, und dann kommt das nächste Projekt, und dann wieder das nächste. Durch die Projekte, die manchmal kleiner oder größer sein können, erschaffen wir uns ganz automatisch das Business. Durch die erfolgreiche Beendigung dieser Projekte erschaffen wir uns das Leben und damit natürlich auch dieses Business, das sollte im Einklang sein, was uns stolz macht und bei dem wir diesen Erfolg spüren. Und die Fähigkeiten, die Unternehmer brauchen, sind dazu da, um seine Projekte erfolgreich umzusetzen.  #00:08:59-5#

Ich denke, dass dies viele Fähigkeiten sind, aber auf drei davon würde ich gerne genauer eingehen. Und zwar ist das einmal ganz klar das Mindset, zweitens auch dein Kernbereich, das Projektmanagement, das Selbstmanagement, und drittens, dass man einfach ein hohes Energielevel hat, maximale Performance. Dann kann man morgens energiegeladen aus dem Bett springen und den ganzen Tag das tun, was man liebt, mit einer richtigen Power, und verdient damit sogar noch Geld. #00:09:31-0#

Thomas: Sehr, sehr spannende Definition, das sehe ich sehr ähnlich wie du. Das heißt, du sagst, es ist wesentlich wichtiger, das Mindset zu haben anstatt spezifischer Fähigkeiten? Wenn ich mit vielen Menschen plaudere, dann sagen sie mir, man muss sich in Buchhaltung und in Wirtschaftsmathematik ein bisschen auskennen, man braucht Fachwissen. Für dich ist das Mindset ganz klar vorne, und das andere kommt dann hinten, wenn ich das richtig verstanden habe? #00:09:58-1#

Julian: Was du gerade angesprochen hast, die Buchhaltung und so weiter, das ist ja gerade das Tolle an einem Onlinebusiness, dass man es sehr gut skalieren kann. Wir haben alle gleich viel Zeit, und wir sollten nur die Sachen machen, die uns wirklich weiterbringen. Ich habe auch ein BWL-Studium gemacht und hatte dort natürlich Rechnungswesen hoch und runter, aber mache ich es nun selbst? Nein, denn es bringt mich nicht weiter. Es gibt einfach fundamentale Prinzipien, in unserem Fall Fähigkeiten, die man mitbringen darf. Man muss sie sich nur wieder erinnerbar machen. Ich denke, wir sind alle mit diesen Fähigkeiten und Veranlagungen auf die Welt gekommen, nur wurden sie uns im Laufe der Jahre ein bisschen „abtrainiert“, und wir dürfen und wieder an sie erinnern.  #00:11:04-3#

Eine Sache ist ganz klar, nämlich das Mindset. Einige von deinen Zuhörern kennen vielleicht schon das Eisbergmodell. Zehn Prozent des Eisbergs sieht man, die anderen neunzig Prozent sind unterhalb der Oberfläche. Und diese neunzig Prozent, die unterhalb der Oberfläche sind, unterhalb des Meeresspiegels, die gilt es, für sich so auszurichten, dass man seine Projekte wieder erfolgreich umsetzen kann. Und deswegen ist das Mindset einfach ein fundamentaler Punkt. Es geht nicht alles von heute auf morgen, auch ich habe lange nach Erfolgsbeschleunigern gesucht. Es gibt bestimmt einige, aber alle Erfolgsbeschleuniger sind trotzdem mit Arbeit verbunden, also mit „Tun“. Und gerade das ist ein Punkt, wenn wir beim Mindset bleiben, bei der Persönlichkeitsentwicklung, der mir bei meinen Coachees, die ich begleiten durfte, aufgefallen ist. Das umzusetzen, was man weitergibt, das ist eigentlich nicht schwierig, aber es scheitert trotzdem am Tun, wenn man diese Fähigkeit nicht hat, sein Gehirn, also sein Mindset im Griff zu haben. Das ist oft blockiert.  #00:12:31-9#

Und ein ganz, ganz wichtiger Faktor, auf den ich jetzt in diesem Interview gerne tiefer eingehen möchte, Thomas, das ist die Angst. Ich glaube auch, dass die Angst der Erfolgsverhinderer Nummer eins beim Menschen ist, um seine Ziele zu erreichen, um Projekte umzusetzen oder eben nicht. Ich möchte gerne kurz ein Beispiel geben. Bei den ersten Interviews während meines Transformationskongresses war mein Hemd schweißnass, mir sind die Schweißperlen von der Stirn gelaufen, und mein Herz hat bis zum Anschlag gepocht. Und da musste ich diese Entscheidung treffen, entweder mache ich jetzt weiter oder ich lass mich von dem Gefühl von Angst überwinden und sage, „nein, das will ich nicht“, weil ich außerhalb meiner Komfortzone bin. Das war natürlich am Anfang ziemlich energieraubend. Aber dann ist eine Sache passiert. Mit jedem Interview, das ich geführt habe, wurde es einfacher. Und dann hat es auf einmal angefangen, richtig Spaß zu machen, und mittlerweile ist es eine richtige Leidenschaft von mir geworden, Interviews zu führen. Wenn ich mich damals bei den ersten zehn Interviews von diesem Gefühl der Angst überrollen lassen hätte, dann wäre ich jetzt überhaupt nicht hier. Dann hätte ich nie erfahren, dass das Führen von Interviews Teil meiner Berufung ist, mit besonderen Menschen, die schon den Weg gegangen sind, den man selbst gehen möchte, und die schon Tausendmal weiter sind als man selbst. Von ihnen kann man so viel mitnehmen, auch die Menschen, die diese Interviews sehen. Und das wäre sehr, sehr schade gewesen. Mittlerweile mache ich das für mich so, ich mache einfach so gut wie nichts mehr, wenn nicht dieses Gefühl der Angst vorhanden ist, und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass bei allem Neuen immer dieses Gefühl der Angst da sein wird. Mittlerweile sehe ich dieses Gefühl als ein Kompass in die richtige Richtung. Das kann man sich vorstellen wie einen Muskel, den man trainiert. Die Angst ist ein Muskel. Wenn man beispielsweise ins Fitness geht und eine neue Übung macht oder mehr Gewichte bewegt, dann hat man Muskelkater. Und diesen Muskelkater nehmen wir als Bild für die Angst. Umso öfter du diese Muskeln trainierst, umso geringer wird dieser Muskelkater, und etwas beginnt, zu wachsen.  #00:15:20-4#

Das Wachsen ist in unserem Fall die Komfortzone. Am Anfang waren diese ersten Experteninterviews mit den Menschen noch sehr weit außerhalb meiner Komfortzone, und mit jedem Interview, das ich geführt habe, habe ich den Muskel „Angst“ weiter trainiert, meine Komfortzone hat sich erweitert, und etwa nach dem zehnten Interview waren die Interviews nicht mehr außerhalb der Komfortzone, sondern in der Komfortzone, und dann hat es angefangen, Spaß zu machen. Ich denke, es ist so wichtig, dass wir uns das bewusstmachen, denn dieses Gefühl wird auch niemals im Leben weggehen, niemals! Das werden wir immer haben. Und es ist eigentlich nur von Vorteil, wenn wir uns an dieses Gefühl gewöhnen und es im Mindset umprogrammieren und sagen, das ist jetzt da, und es raubt mir momentan noch ein bisschen Energie, aber das ist vollkommen in Ordnung, weil ich genau weiß, dass es anfangen wird, Spaß zu machen, sobald ich es ein paarmal gemacht habe. Und da ist wieder das Bewusstsein wichtig, dass dieses Gefühl der Angst etwas ist, was mich sehr, sehr weiterbringen wird. #00:16:43-8#

Thomas: Sehr spannend, diesen Ansatz finde ich super. Ich habe auch auf meinem Blog schon viel darüber geschrieben, die Komfortzone zu verlassen, das ist ganz, ganz wichtig. Super finde ich die Aussage von dir, die Angst als eine Art Kompass zu nehmen. Das ist eine sehr spannende Methode, die ich auch ab und zu anwende. Ich würde es jetzt nicht „Angst“ nennen, aber so ein bisschen „ein Kribbeln im Bauch“ zu haben, sage ich mal. Dann ist das, was man vorhat, meist eine gute Entscheidung und funktioniert auch sehr gut, weil das auch immer ein Zeichen ist, dass man seine Komfortzone ein wenig verlässt oder sogar ganz ordentlich – je nachdem. Und deswegen finde ich das Beispiel mit „Angst“ und „Kompass“ gut beziehungsweise, ich nenne es lieber das „Kribbeln im Bauch“, denn „Angst“ ist meist negativ besetzt. Ich finde es super, auf diese Art auf die Suche zu gehen und Dinge anzugehen.  #00:17:35-7#

Viele Hörerinnen und Hörer werden sich denken, „aber wie traue ich mich das denn im Endeffekt? Ich habe viel Respekt vor dieser Sache. Was kann ich tun, um es weiterzubringen?“ Was empfiehlst du, den Sprung ins kalte Wasser oder hast du andere Methoden? Was rätst du, wenn die Angst da ist, „soll ich es machen, soll ich es nicht machen?“ Gibt es irgendwelche Methoden, die du anwendest, um dich zu motivieren, etwas umzusetzen? Wie machst du das? #00:18:00-8#

Julian: Sehr, sehr gute Frage, Thomas. Ich denke, da gibt es nur zwei Möglichkeiten. Die erste ist, man fragt sich in vielen langen Stunden, wo die Angst herkommt und macht sie sich bewusst. Man findet heraus, „ah, da kommt die Angst her“, also dieses Bauchkribbeln, nennen wir es jetzt einmal so. Vielleicht ist die Ursache ja nur „Pipifax“, denn meist ist sie es, und dann fangen wir an, unseren Weg zu gehen.  #00:18:46-9#

Und den zweiten Schritt, den ich persönlich bevorzuge, der ist, dass man sich jeden Morgen aufschreibt, was einem im Kopf herumspukt. Unser Gehirn macht immer gerne Kopfkino. Vor einer Woche hatte ich zum Beispiel ein extrem wichtiges Kundengespräch, und bereits zwei Tage zuvor hat es damit angefangen, dass mein Kopf Szenarien hineinspinnt, wie das Ganze ausgehen könnte. Und das sind natürlich immer die tollsten, verschiedensten Bilder, die einen in den Kopf kommen, und die sind nicht immer unbedingt positiv. Und ich nehme mir dann jeden Morgen die Zeit, eine halbe Stunde bis zu einer Stunde, und schreibe mir in einen Block meine Gedanken zu den verschiedenen Aufgaben auf, die ich den Tag über erledigen möchte und die mich wieder ganz automatisch zur Erreichung meiner Projekte hinführen. Und deswegen ist der zweite Schritt, die Szenarien, die der Kopf so spinnt, auf ein Blatt Papier zu schreiben, denn dann ist es einfach aus dem Kopf raus, dann kann man es sich durchlesen, und dann wird es in 95 Prozent der Fälle meist sogar Quatsch sein. Und dann kommt wieder das Entscheidende, nämlich die drei mächtigsten Buchstaben des Universums zu nutzen: TUN – tun! Das ist, was ich vorhin beschrieben habe, denn dadurch trainiert man automatisch diesen Muskel. Und wenn man diese Tätigkeiten, die sich wahrscheinlich ähneln, einige Male gemacht macht hat, dann merkt man selbst, „hey, ich kann das, ich schaff das“, und das gibt einem Selbstvertrauen. Hier würde ich deinen Zuhörern ganz klar raten, ins kalte Wasser zu springen und sich auf jeden Fall alles aufzuschreiben, was einem im Kopf herumspukt, um sich den eigenen Ängsten bewusst zu werden. Man kann natürlich viele Mediationsstunden damit verbringen herauszufinden, wo die Angst herkommt, meiner Meinung nach dauert das jedoch viel zu lang, und es löst sich sowieso automatisch auf, wenn man einfach tut. #00:21:20-0#

Thomas: Die Erfahrung habe ich auch gemacht, das war jetzt ein super Schlusswort zu dieser Frage. Wenn man ins Tun kommt, dann ist das optimal. Ich weiß nicht, ob du das Buch kennst, „Lean Startup“, das in diese Richtung geht. #00:21:30-6#

Julian: Nein. #00:21:31-6#

Thomas: Das heißt, einfach mal zu probieren, mit eher geringerem Einsatz einfach mal auszuprobieren, zu schauen, ob es funktioniert, und wenn es funktioniert, dann die volle Energie hineinzuschmeißen, und wenn es nicht funktioniert, dann einfach zum nächsten Projekt zu gehen und dort weiterzumachen. Das finde ich, damit verbunden, auch eine spannende Idee. #00:21:48-4#

Julian: Das ist super. #00:21:50-9#

Thomas: Du hast vollkommen Recht, sich etwas nahezuführen, das ist prinzipiell immer eine gute Sache, sich auf diese Weise weiterzubringen und ins kalte Wasser zu springen. Und zu tun, das ist sowieso immer am besten und am wichtigsten. Ich weiß nicht, ob du das unterschreiben kannst, du sagst selbst, der Muskel wird immer stärker, es wird aber nicht nur der eine Muskel immer stärker, sondern generell braucht es dann schon viel, viel mehr, um die Komfortzone verlassen zu können. Das heißt, selbst, wenn man sich in eine Richtung bewegt und aus der Komfortzone in die Wachstumszone hineinspringt, in eine Richtung, dann erweitert sich die Komfortzone in alle Richtungen, habe ich das Gefühl. Und man tut sich dann generell im Leben leichter, im Privatleben, im Businessleben, überall, und das ist, glaube ich, auch ein positiver Effekt. Was meinst du dazu? #00:22:32-8#

Julian: Ich stimme dir zu 100 Prozent zu, Thomas, wir sammeln Erfahrungen. Aber bevor wir dort hineingehen, möchte ich ganz kurz nochmal eine Sache ganz klarstellen. Ich denke wirklich, dass der Erfolgsverhinderer Nummer 1, ob wir Menschen unsere Projekte, unsere Ziele auch wirklich erreichen, ist, dass wir mit dem Gefühl von Angst klarkommen oder nicht. Ob wir uns von jedem kleinen Misserfolg oder auch von größeren Misserfolgen überwältigen lassen oder ob wir einfach weitgehen. In jedem Interview, das ich bisher geführt habe, war das auch ein großes Thema. Und da haben alle gesagt, man muss einfach machen, man muss einfach umsetzen. Es ist nichts Anderes. Thomas, du bist auch sehr erfolgreich und kannst das sicher bestätigen, du hast auch nichts Anderes gemacht als einfach immer den nächsten Schritt in die Richtung zur Verwirklichung deiner Projekte zu setzen. Mehr war es eigentlich nicht. Und dass es schneller geht, darauf gehen wir heute auch noch tiefer ein, dazu sind diese Fähigkeiten wichtig. Die erste Fähigkeit haben wir angesprochen, das ist das Mindset. #00:23:53-9#

Und zu deiner zweiten Frage: Ja, genau, erst hatte ich die Headline. Bei meinem Transformationskongress war die Subheadline „mache das Jahr 2016 zu dem besten Jahr deines Lebens“. Davor hatte ich „nutze den Synergieeffekt aus den drei Bereichen Mindset, Sport und Ernährung“, also sprich, ich denke, alles ist miteinander verbunden. Wenn wir bei dem Bild bleiben, einen Muskel zu stärken, dann werden ganz automatisch auch die anderen Sachen, die miteinander zusammenhängen, gefördert. Da stimme ich dir zu 100 Prozent zu, Thomas. #00:24:35-4#

Thomas: Super, sehr, sehr genial. Ich möchte zum Abschluss des Interviews noch kurz auf ein wenig Selbstmanagement kommen. Ich bin ein bisschen neugierig und auch gespannt darauf, wie dein Selbstmanagement ausschaut. Hast du vielleicht ein paar Tipps für meine Hörer, zwei, drei Tipps oder Lifehacks oder Selbstmanagementtipps oder Tools, Programme und Apps, die du empfehlen kannst, von denen du sagst, sie verbessern dein Selbstmanagement enorm? Die du guten Gewissens weiterempfehlen kannst? Gibt es da irgendetwas? #00:25:04-6#

Julian: Das ist auch wieder eine geniale Frage, Thomas, du stellst echt gute Fragen. Damit könnte man, glaube ich, auch ein ganzes Podcast interview füllen. Aber wenn ich es wirklich herunterbrechen würde auf drei Punkte, die meiner Meinung nach essentiell wichtig sind und die auch jeder umsetzen kann, dann würde ich noch kurz auf das Energielevel eingehen, und dann kommen wir zu den Tools. Wenn wir keine Energie haben, fühlen wir uns schlapp und ausgelaugt, und dann macht es nicht wirklich Spaß, zu arbeiten. Deswegen ist ein sehr wichtiger Faktor im Selbstmanagement, dass man sein Energielevel managt. Und dieses Energielevel managt man am effektivsten mit Schlaf und einer sehr guten Ernährung. Auf die Ernährung gehe ich jetzt nicht ein, aber ich möchte kurz etwas zum Schlaf sagen. Ich empfehle, das einfach mal für zwei Wochen auszuprobieren, denn dann merkt man gleich einen Riesenunterschied. Ich mache es persönlich so, ich gehe immer vor 23:00 Uhr ins Bett und schaue, dass ich sieben bis neun Stunden Schlaf bekomme. Morgens stehe ich auf und mache eine Sache, die ihr bestimmt schon sehr oft gehört habt. Die Frage ist jedoch, macht ihr es wirklich oder nicht? Es geht darum, sich eine halbe Stunde hinzusetzen und zu meditieren. Das mache ich gleich nach dem Aufstehen. Ich setze mich auf die Bettkante und beobachte einfach nur meinen Atem. Das mache ich eine halbe Stunde lang. Es gibt verschiedene Meditationsmethoden, aber ich habe erfahren, dass es für mich am besten ist, einfach nur meinen Atem zu beobachten. Ich atme ein, schaue dann, wie sich der Atem im Körper verteilt, und dann atme ich wieder aus. Und das mache ich jeden Morgen eine halbe Stunde lang. Danach bin ich einfach glasklar, bekomme dadurch richtig tolle Energie und kann optimal in den Tag starten. #00:27:19-8#

Was hier aber noch wichtig ist, und das ist der zweite Punkt für das Selbstmanagement, ich schaue, dass ich abends, bevor ich ins Bett gehe, alles aus meinem Kopf heraushabe. Also sprich, ich mache eine Abendplanung für den nächsten Tag, ich schaue, was meine drei bis fünf wichtigsten To-do’s für den kommenden Tag sind. Die schreibe ich mir auf, mit den dazugehörigen Unterpunkten, damit ich am nächsten Tag meinen Zettel holen kann, meinen bereits vordefinierten Ablaufplan, den ich dann einfach umsetzen kann. Wenn ich das nämlich habe, dann kommt die Angst, über die wir vorhin gesprochen haben, gar nicht auf. Man hat dann bereits eine Roadmap, die man abarbeiten kann und ist nicht mehr so viel im Grübeln et cetera drin. Das würde ich auch jedem empfehlen. #00:28:15-1#

Und was auch einen großen Unterschied in meinem Selbstmanagement gemacht hat, das ist der dritte Punkt, nämlich von allem, was man geplant hat, im Nachhinein eine Analyse zu machen. Wie lange hat man für die einzelnen Schritte gebraucht? Wenn es kleinere Projekte sind, die meist nur aus 10, 15 To-do’s bestehen, ist die Analyse zu schauen, wie lange habe ich für die einzelnen Tätigkeiten gebraucht? Denn dadurch, dass sie sich wiederholen, kann man sein Selbstmanagement viel, viel besser planen. Und jetzt kommt ein Hack: Ich selbst plane mir pro Projekt und auch für die einzelnen Teilschritte immer 30 Prozent Pufferzeit obendrauf ein. Mir ist es wichtig, meine Projekte wie ein kleines Kind umzusetzen, ins Spielen zurückzukommen, einfach diese Neugier zu haben, das Ganze mit Spaß umzusetzen, und das ist der ausschlaggebende Punkt, ob ich abends zufrieden ins Bett gehe oder nicht. Und wenn man sich dann noch bei jedem Projekt und bei jedem Teilschritt diese Pufferzeit von 30 Prozent einplant, dann können während des Tages auch viele schöne ungeplante Dinge passieren, die ganz automatisch passieren werden, und es macht trotzdem noch Spaß. Das sind die drei Tipps, die ich mitgeben kann. #00:29:50-1#

Von den Tools, die ich empfehlen kann, habt ihr bestimmt schon von Thomas gehört. Durch Thomas bin ich auf Evernote gestoßen, und das nutze ich als meinen digitalen Aktenschrank. Gleichzeitig arbeite ich mit Todoist, das ist ein Aufgabenmanagementprogramm, das ich nutze, um mit meinen Mitarbeitern zusammenzuarbeiten. Darüber plane ich meine Projekte, erstelle Roadmaps und setze sie super effektiv um.  #00:30:17-7#

Thomas: Super, sehr genial. Julian, vielen, vielen Dank, das waren wirklich tolle Einsichten. Last but not least, ich denke, dass nun viele gespannt sind, wo sie mehr über dich herausfinden können. Erzähl mal kurz, was hast du so im Angebot, und wo kann man dich im Netz finden? #00:30:36-8#

Julian: Wir haben jetzt über die Fähigkeiten von Unternehmern gesprochen und sind speziell auf das Mindset eingegangen. Gerade, weil es mir so wichtig ist, dass man seine Projekte spielerisch umsetzt und hierfür gewisse Fähigkeiten benötigt, habe ich Anfang dieses Jahres einen Podcast ins Leben gerufen, den „Projekt Hacker Podcast“. Und da geht es genau darum, jede Woche in Interviews mit Ausnahmeperformern herauszufinden, welche Fähigkeiten haben denn die Experten, um ihre Projekte optimal umsetzen zu können? Und das geht von A bis Z komplett durch, einfach super, und man kann es überall anhören. Ich bin auch der Meinung, dass Interviews zu den effektivsten Methoden gehören, um sich schnellstmöglich Wissen anzueignen. Ich kann jedem empfehlen, dort einmal vorbeizuschauen. Jede Woche gibt es ein neues Interview. Thomas ist auch schon mit dabei, das war auch ein sehr, sehr tolles Interview. Gleichzeitig habe ich dir auch noch ein Geschenk mitgebracht. Ich habe vorhin von meinem Transformationskongress erzählt, und da gab es auch ein Kongresspaket, wo man sich alle 22 Interview dauerhaft sichern konnte. Ich habe mit Thomas schon ein bisschen darüber geplaudert. Er ist richtig begeistert von seinen Zuhörern, und deswegen habe ich gesagt, dass wir etwas super Tolles für sie machen. Und zwar schenke ich dir mein Transformationskongresspaket mit allen 22 Interviews. Da sind auch die Audiodateien mit dabei, so dass du sie bequem im Auto, beim Sport oder beim Spazierengehen anhören kannst. Dazu gibt es auch das Kongresshandbuch, wo ich alle 22 Interviews zusammengefasst habe. #00:32:41-8#

Dieses Paket wird normalerweise täglich für 87,- Euro verkauft, aber du kannst es dir hier bei Thomas kostenlos sichern. Den Link packen wir am besten in die Show Notes. Dann musst du nur deine E-Mail-Adresse eingeben und bekommst es sofort zugeschickt. #00:33:00-3#

Thomas: Genau, den Link packen wir in die Show Notes. Julian, es war ein spannendes Interview. Ich denke, wir können das gerne einmal wiederholen und schauen, wie deine unternehmerische Entwicklung in einem Jahr aussieht. Vielen Dank, ich bedanke mich recht herzlich und übergebe dir das Schlusswort, es gehört dir! #00:33:22-3#

Julian: Thomas, es hat Spaß gemacht. Ich fand es richtig genial, du stellst super Fragen für deine Zuhörer. Deswegen würde ich mich natürlich auch freuen, wenn wir nochmal einen zweiten Teil unseres Interviews machen – sehr, sehr gerne. Für euch zuhause, ich freue mich auf euer Feedback, ihr könnt mir gerne schreiben, auch auf Facebook. Ihr findet mich unter „JulianKrieg“, und dort können wir uns sehr gerne vernetzen. Ich freue mich natürlich auch schon auf das Feedback, was euch die Interviews vom Transformationskongress gebracht haben. Dann sage ich: bis bald! #00:34:03-7#

Thomas: Vielen Dank, Julian, für dieses spannende Gespräch. Du bist jetzt sicher gespannt, wo du dieses tolle Transformationspaket herbekommen kannst. Und wie das alles funktioniert, das erkläre ich dir auf meinem Blog unter selbst-management.biz/180 für die 180. Podcastfolge.  #00:34:34-5#

Das soll’s für heute wieder gewesen sein. Vielen Dank, dass du dabei warst, und ich freue mich, wenn wir uns im nächsten Podcast wiederhören. In diesem Sinne, mach’s gut und genieße deinen Tag. #00:34:47-2#

Outro: Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:35:05-6#