Es passieren immer wieder die gleichen Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten! Bald kommt sie wieder, die Zeit der Neujahrsvorsätze, die ja im Prinzip nichts anderes als neue Gewohnheiten sind. Aber egal ob 1. Jänner oder ein beliebiger anderer Tag im Jahr, die meisten Menschen scheitern mit der Umsetzung der neuen Gewohnheiten binnen der ersten 14 Tage.


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5 Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten

Einer dieser fünf ist immer mit im Spiel, allerdings ist es nicht selten, dass gleich alle fünf Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten gemacht werden.

Zu große Veränderungen

Du hast 50 kg Übergewicht und bisher de facto kaum Bewegung gemacht? Und jetzt willst du von heute auf morgen mit einer Stunde Sport pro Tag starten? Am besten noch im Fitnesscenter? Sorry, das wird nicht klappen!

Die meisten Menschen nehmen sich einfach zu große Dinge vor und wollen diese viel zu schnell umsetzen. Nehmen wir noch einmal das oben genannte Beispiel: Anstatt einer Stunde im Fitnesscenter trainieren zu wollen, würde ich lieber in kleinen Schritten beginnen und mir zunächst einmal einen täglichen Spaziergang von 20 Minuten vornehmen.

Das ist ein realistisches Ziel, das man unter solchen Voraussetzungen schaffen kann. Wenn du es einen Monat lang umgesetzt hast, kannst du dir ein größeres Ziel vorknöpfen, denn durch das Erreichen dieses Zieles hast du nun schon wesentlich mehr Selbstvertrauen als zuvor.

Auf diese Art und Weise solltest du dich von kleinen Zielen zu immer größeren nach vorne arbeiten. Sieh es also als Marathon und nicht als 100-Meter-Sprint. So weit also zum ersten Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten.

Zu viele Veränderungen

Der zweitgrößte Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten ist, dass sich viele Menschen zu viele Dinge auf einmal vornehmen. Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport machen, mehr Zeit mit der Familie verbringen, gesünder ernähren usw.!

Das alles endet meist schon nach ein paar Stunden in der totalen Überforderung und damit verbunden im Aufgeben. Man lebt dann einfach so weiter wie bisher und nichts ändert sich. Wie schon vorher erwähnt, solltest du auch hier eher einen Marathon laufen anstatt eines Sprints. Will heißen, dass du dir immer nur eine neue Gewohnheit antrainierst.

THE ONE THING!

Erst wenn diese ordentlich in dein Leben integriert ist, startest du mit der nächsten. Und auch dann setzt du wieder nur diese eine um, bis auch diese in dein Leben und deinen Tagesablauf integriert ist.

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Dein WARUM hinter der Gewohnheit stimmt nicht

Im Sportmentaltraining wird zwischen intrinsischer (von innen kommender) oder extrinsischer (von außen zugeführter) Motivation gesprochen. Hier ein einfaches Beispiel eines Fußballers:

  • Intrinsische Motivation ist es, wenn er unbedingt gewinnen will, weil er das Gewinnen ebenso wie den Sport so sehr liebt. Er gibt alles dafür, um zu gewinnen und erfolgreich zu sein.
  • Extrinsische Motivation wäre es, wenn der Verein sagt: Wenn ihr die Meisterschaft gewinnt, bekommt jeder von euch 10.000,- € Prämie. Das wäre also von außen zugeführte Motivation.

Und Ähnliches erlebe ich auch sehr oft bei Neujahrsvorsätzen und Gewohnheiten, die die Menschen in ihr Leben integrieren wollen. Vieles wollen sie gar nicht von innen heraus, sondern nur weil die Medien, die Werbung oder die Gesellschaft es wünschen. Eine tolle Figur gilt als Schönheitsideal und in der Werbung treffen wir fast ausschließlich auf schöne Menschen. Aber bin ich deswegen glücklicher, nur weil ich einen tollen Körper habe?

Vielfach lautet die Antwort NEIN. Also besser etwas suchen, das man sich wirklich wünscht. Idealerweise verfasst du zu jeder Gewohnheit, die du neu in dein Leben integrieren willst, ein Motivationsschreiben. So entlarvst du die wahren Gründe sehr schnell und verhinderst diesen Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten.

Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten

stevepb / Pixabay

Dein Umfeld spielt nicht mit

Vielfach spielt ein negatives Umfeld eine große Rolle, warum Menschen beim Antrainieren neuer Gewohnheiten scheitern. Sie werden belächelt, ausgelacht, runtergemacht und sabotiert. Selbst nicht unterstützt zu werden würde ich schon als negatives Umfeld bewerten.

Unter solchen Rahmenbedingungen Erfolg zu haben, ist extrem schwer. Und daher solltest du dir schon im Vorfeld Alternativen zurechtlegen.

Idealerweise, und ich weiß, dass das sehr schwer ist, solltest du dir ein anderes Umfeld suchen. Aber auch wenn das nicht möglich ist, gibt es Alternativen, die du ausprobieren kannst:

  • Motiviere die Menschen in deinem Umfeld zum Mitmachen. Als Familie 30 kg abnehmen wäre doch ein super Ziel, wenn die meisten mit Übergewicht kämpfen.
  • Such dir Unterstützer, die dich pushen und dich motivieren, das Ziel zu erreichen. Das muss jetzt nicht zwangsweise in deinem unmittelbaren Umfeld sein, auch wenn es natürlich besser wäre.
  • Suche dir einen Mentor, der dich durch die Umstellungszeit begleitet. Idealerweise sollte das jemand sein, der dieses Ziel schon erreicht hat.
  • Suche dir Gleichgesinnte, die am selben Ziel arbeiten. Trefft euch regelmäßig, tauscht euch aus, motiviert euch!

Du siehst also, es gibt Alternativen und du kannst es trotz negativem Umfeld schaffen, deine Ziele zu erreichen.

Du hast keinen Plan

Auch ein sehr häufiger Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten! Die Menschen kennen zwar ihr Ziel, haben aber keinen Plan, wie sie es RICHTIG angehen sollen.

Wenn du einen Plan umsetzen willst, musst du die Theorie und die Praxis auf dem Weg zum Ziel kennen:

  • Du willst mehr Sport machen? Dann solltest du genau wissen, worauf es beim Fitnesstraining ankommt. Du solltest die Übungen korrekt ausführen und auf die richtigen Regenerationszeiten achten.
  • Du willst abnehmen? Dann solltest du dich intensiv mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Was sind gute Kohlenhydrate und was schlechte? Wie viel Eiweiß sollte ich täglich aufnehmen? Wie sieht es mit dem Trinken aus?

Idealerweise suchst du dir einen Coach, der dich dabei unterstützt. Klar, das kostet Geld, aber dich in die Materie einzuarbeiten, kostet extrem viel Zeit, daher ist ein Coach oft die bessere Wahl. Ich trainiere seit mittlerweile sieben Jahren Krafttraining und habe in regelmäßigen Abständen immer wieder einen Coach dabei, der mich ausbessert.

Ein Coach kann dir genau sagen, was du wann und wie zu tun hast. Aber nicht nur das, er kann dich unterstützen, motivieren und er kann auch als tolles Commitment herhalten. Schließlich ist so ein Coach meistens nicht gerade günstig und daher ist es umso wichtiger, durchzuhalten, sonst war alles rausgeschmissenes Geld.

Aber vollkommen egal, ob mit oder ohne Coach:

  • Kenne die Theorie und die Praxis.
  • Identifiziere Hindernisse, die auf dich zukommen könnten.
  • Lege Milestones am Weg zum Ziel fest.
  • Überlege dir eine Belohnung, wenn du dein Ziel erreicht hast.

Auf SelbstmanagementRocks erkläre ich dir im „Gewohnheiten Basiskurs“ übrigens sehr ausführlich, wie du so einen Plan erstellst und worauf du achten musst.

Fazit für dein Selbstmanagement

Vermeide diese 5 Fehler beim Antrainieren neuer Gewohnheiten und die Chancen, dass du deine Ziele erreichst, werden sehr hoch sein. Ich wünsche dir bei der Umsetzung deiner Ziele, Vorsätze oder neuen Gewohnheiten auf alle Fälle viel Erfolg.

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße

Thomas

PS: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.

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