Ich habe das Thema „Mastermind“ schon in der 6. Podcastfolge bearbeitet und komme nun wieder darauf zurück. In diesem Artikel geht es aber weniger um die Theorie von Mastermind-Gruppen, sondern viel mehr über meine Erfahrungen damit. Ich werde dir ein wenig über die Mastermind-Gruppen erzählen, in denen ich momentan bin, aber auch über jene die weniger oder gar nicht funktioniert haben. In diesem Artikel geht es also um viel Praxis!

Inspiriert zu diesem Podcast wurde ich von Claudia Kauscheder, die in ihrem Blog coach101 eine Blogparade zu der Frage „Einsamer Wolf oder lieber im Rudel? Meine Meinung zu Erfolgsteams!“ gestartet hat.


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Meine Erfahrungen mit Mastermind-Gruppen

Ich war mittlerweile schon in mehreren dieser Erfolgsteams, insgesamt waren es vier. Eine scheiterte bereits nach drei Treffen, also kurz nach Beginn, eine weitere nach einen halben Jahr.

In zwei solcher Mastermind-Gruppen bin ich im Moment aktiv dabei. Eine ist schon ein wenig älter, die andere gerade einmal zwei Treffen alt.

Wenn du mit dem Begriff Mastermindgruppe, oder Erfolgsteam absolut nichts anfangen kannst, dann lade ich dich ein, dir Podcast-Folge 6 noch einmal anzuhören. Dort beantworte ich Fragen wie:

  • Was ist eine Mastermind-Gruppe?
  • Was sind die Vorteile eine Mastermind-Gruppe?
  • Wie gründet man eine Mastermind-Gruppe?

Außerdem findest du dort auch eine PDF-Vorlage die dir zeigt wie du eine Mastermind-Gruppe finden kannst.

Hier geht es zur Podcast-Folge 6: Mastermind-Gruppe ein Erfolgsgarant!

Wie habe ich meine Mastermind’s gefunden?

Eine dieser Gruppen, es war meine Fußballtrainer-Mastermind habe ich selbst zusammengestellt.  Ich habe einfach Trainer angesprochen die ich persönlich kannte und dann gemeinsam mit einem Trainerkollegen E-Mails an etwas bekanntere Trainer gesendet und sie eingeladen mitzumachen.

Das hat ganz gut funktioniert, allerdings mussten wir sehr viel Aufwand investieren um auch bekanntere Gesichter in die Gruppe zu bekommen.

In die jüngste Mastermind wurde ich eingeladen. Das war das erst Mal, dass ich so eine Einladung erhielt, insofern sehe ich das schon auch als Auszeichnung!

Die andere Mastermind die im Moment noch läuft, habe ich gemeinsam mit einem Blogger-Kollegen initiiert.

Am besten ist es natürlich, in eine Mastermind eingeladen zu werden, weil es viel administartiven Aufwand erspart. Falls das nicht der Fall ist, rate ich dir die Initiative zu ergreifen und entweder alleine oder mit einem Partner eine Mastermind-Gruppe zu gründen.

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Aus welchen unterschiedlichen oder gleichen Personen bestehen die beiden Gruppen?

In einer Mastermind-Gruppe ist es immer wichtig, dass einige Gemeinsamkeiten bestehen, sonst hat sie nicht viel Sinn.

In beiden Mastermind-Gruppen gibt es im Moment folgende Gemeinsamkeiten:

Wir sind alle Blogger und Internetmarketer. Wir stellen digitale, wie auch physische Produkte her und vermarkten diese auf unseren Blogs. Außerdem sind alle Mitglieder hochmotiviert, lernwillig und kritikfähig!

Aber natürlich gibt es auch Unterschiede:

So kommen wir zum Beispiel alle aus unterschiedlichen Branchen oder Nischen (z.B. Sport, Zeitmanagement, Persönlichkeitsentwicklung, Unternehmercoaches, Podcaster, Reiseblogger, Hochzeitsplaner, usw.). Aber auch vom Alter, Geschlecht, der Erfahrung und dem Grad der Ausbildung unterscheiden wir uns.  Ebenso durch unsere Besucher- und Umsatzzahlen, ob wir Vollzeit oder Teilzeit an unseren Projekten arbeiten, aber auch ob wir nur Online- oder auch Offline-Business betreiben.

Ich erachte es lediglich als wichtig, dass alle an den gleichen Zielen arbeiten und ähnliche Wege zu diesem Ziel gehen wollen. Ist diese Tatsache gegeben sind alle anderen Unterschiedlichkeiten vollkommen egal.

Wie laufen die Treffen ab?

Der Ablauf in beiden Mastermind-Gruppen ist relativ ähnlich. Die Treffen finden 14-tägig online, via Google Hangout statt. Das Ende ist bei beiden Mastermind-Gruppen offen. Wir setzen uns also kein Zeitlimit, sondern plaudern solange wir etwas zu plaudern haben, das auch Inhaltlich zum Thema der Mastermind passt.

In beiden Mastermind-Gruppen formulieren wir auch Ziele, die wir bis zum nächsten Meeting erreicht haben wollen.

Ansonsten steht meist ein Thema im Vordergrund, über das wir diskutieren und uns austauschen. In einer der beiden Gruppen gibt es einen sogenannten heißen Stuhl! Das bedeutet ein Teilnehmer der Mastermind stellt ein Thema oder ein Problem vor, dass ihn beschäftigt. Von den anderen Teilnehmern bekommt er dann Feedback und Tipps zur Verfügung gestellt.

Wichtig ist eigentlich nur, dass der Ablauf von vorn herein geklärt ist. Somit können sich alle Teilnehmer vorbereiten und aktiv an den Gesprächen teilnehmen.

Haben wir ähnliche Ziele?

Ja, die haben wir. Die Ziele sind sich zumindest sehr ähnlich. Im Prinzip würde ich unsere Ziele auf vier Punkte eingrenzen:

  • Wir wollen anderen Menschen mit unseren Produkten und Dienstleistungen helfen.
  • Wir wollen unseren Lebensunterhalt mit Dingen verdienen, die uns Spaß machen.
  • Wir wollen teilweise auch ortsunabhängig arbeiten können.
  • Wir wollen die Faktoren Zeit und Geld voneinander entkoppeln.

Was sind die Vor- und die Nachteile einer Mastermind-Gruppe?

Ich glaube nicht, dass ich alle Vorteile hier aufzählen könnte, denn das würde sehr lange dauern. Also will ich mich auf die wichtigsten beschränken:

  • Extrem inspirierend:
    Es gab selten ein Mastermind-Meeting in dem ich nicht eine oder mehrere Ideen für meine Projekte mitnehmen konnte.
  • Sehr motivierend:
    Die anderen Mitglieder peitschen einen an, helfen aus Tiefs heraus und über Problemphasen hinweg.
  • Man lernt extrem viel:
    In jedem Meeting lerne ich extrem viele spannende Dinge und Möglichkeiten kennen, von denen ich davor nicht den geringsten Schimmer hatte.
  • Du erhältst wertvolles Feedback:
    Du kannst deine Projekte und Arbeiten vorstellen und erhältst so wertvolles Feedback und Veränderungsvorschläge die sehr spannend sind.
  • Du profitierst von den Erfahrungen der anderen:
    Jedes Gruppenmitglied hat andere Stärken und Schwächen. Vor allem von den Stärken kannst du massiv profitieren.
  • Du hast eine Ziel-Realisierungs-Kontrolle:
    Am Ende jedes Meetings gibst du deine Ziele, die du bist zum kommenden Meeting realisieren willst, bekannt. Somit hast du ein Kontrollorgan hinter dir, dass dir auf die Finger schaut.
  • Mastermind-Gruppen sind kostenlos.
  • Man kann gemeinsame Produkte und Aktivitäten planen.

Es gibt zwar nicht viele, aber doch auch ein paar Nachteile:

  • Es ist eine zusätzliche Verpflichtung, die regelmäßig wahrgenommen werden muss. Ich meine klar kannst du ab und zu mal fehlen, aber regelmäßig sollte das nicht der Fall sein, sonst wirst du ganz schnell aus der Gruppe fliegen.
  • Man muss sich die Zeit für das Mastermind-Meeting blocken und darf nichts dazwischenkommen lassen.
  • Man muss auch Vor- und Nachbereitungszeit berücksichtigen. Insofern ist es schon ein ganz schöner Zeitaufwand.

Milestones die ich mit Mastermind-Gruppen erlebte

Eine sehr schwere Frage, weil es eigentlich nicht wirklich große Milestones gab. Mit meiner Fußballtrainer-Mastermind war ich mal bei einem großen Verein hospitieren und wir haben eine gemeinsame Übungsdatenbank aufgebaut.

Aber ich denke nicht, dass große Milestones wichtig sind für eine Mastermind-Gruppe. Wichtig ist der stete Austausch von Wissen!

Mastermind

sheriyates / Pixabay

Die NoGo’s bei Mastermind-Meetings

Auch diese Aufzählung könnte sehr lange werden, aber auch hier möchte ich mich auf die größten NoGo’s konzentrieren:

  • Verspätungen
  • Ständige Absagen
  • Leute die nur heiße Luft reden.
  • Mitglieder die sich ständig in den Mittelpunkt stellen wollen.
  • Verstöße gegen die Gruppenregeln.
  • Multitasking, also am Meeting teilnehmen und nebenbei noch was anderes tun.
  • Keine Kritikfähigkeit
  • Kein Lernwille

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Mastermind-Gruppe

Es gibt nicht viele Voraussetzungen, aber die wenigen sollten dafür penibel eingehalten werden:

  • Jeder einzelne muss den Wille zum Lernen mitbringen.
  • Jeder muss sein ganzes Wissen der Gruppe zur Verfügung stellen wollen.
  • Kritikfähigkeit.
  • Wissen nicht nur nehmen, sondern auch gegen zu wollen.
  • Gruppenregeln müssen klar definiert und von jedem akzeptiert sein.
  • Vor allem in großen Gruppen muss jeder Teilnehmer sehr diszipliniert sein, z.B. bei den Sprechzeiten.
  • Gemeinsame Ziele.
  • Eine ähnliche Branche.

Fazit für dein Selbstmanagement

Egal in welcher Branche du bist, egal in welche Position du hast. Suche oder Gründe  eine Mastermind-Gruppe. Das Wissen und den Mehrwert den du daraus über die Zeit zehren wirst, kann kein Seminar und keine Fortbildung abdecken.

Hast du schon Erfahrungen mit Mastermind-Gruppen? Falls ja, freue ich mich über einen Kommentar von dir, zu den gestellten Fragen. Vielleicht habe ich ja den einen oder anderen Punkt vergessen.

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße,

Thomas

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.

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